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Im Finale von Roland Garros 2007: Justine Henin und ...

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Ana Ivanovic.

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Paris - Das Damen-Endspiel der mit insgesamt 15,264 Mio. Euro dotierten French Open 2007 heißt Justine Henin (BEL-1) gegen Ana Ivanovic (SRB-7). Die Weltranglisten-Erste fertigte Jelena Jankovic (SRB-4) nach 80 Minuten mit 6:2,6:2 ab, zuvor hatte die serbische Aufsteigerin mit Maria Scharapowa kurzen Prozess gemacht. Ivanovic schoss die Russin nach 65 Minuten mit 6:2,6:1 vom Court. Henin verhinderte mit ihrem Erfolg das erste rein-serbische Endspiel bei einem Damen-Major.

"Ganz schön aufregend"

"Das hätte ich vor dem Turnier nie erwartet. Das ist ganz schön aufregend", sagte Ivanovic nach der Demontage der als Nummer zwei gesetzten Scharapowa. 32 Minuten dauerte der erste Satz, nur eine Minute länger der zweite. "Das war ein großartiges Match. Ich habe heute mein bestes Tennis gespielt, kaum Fehler gemacht und sie die ganze Zeit unter Druck gesetzt." Mit einem Ass verwandelte die 1,83 m große Ivanovic, die auch als Tennis-Model vermarktet wird und im Mai in Berlin ihr drittes WTA-Turnier gewonnen hatte, ihren ersten Matchball und sicherte sich ein Preisgeld von 500.000 Euro.

"Heute nicht viel entgegenzusetzen"

"Ich erlebe hier wunderbare Wochen", hatte Ivanovic bereits zuvor gesagt. Erstmals überhaupt standen bei einem Grand-Slam-Turnier zwei Spielerinnen aus Serbien in der Runde der letzten Vier. Doch die vorläufige Krönung für die 19-Jährige folgte gegen die völlig überforderte Scharapowa, die auch im fünften Anlauf ihren Traum vom ersten Sieg auf dem Sand von Roland Garros begraben musste. "Ich hatte ihr heute nicht viel entgegenzusetzen", gab die Russin zu.

Henin auf den Spuren von Steffi Graf

Dagegen greift die 25-jährige Henin am Samstag nach ihrem vierten Titel beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt nach 2003, 2005 und 2006, was vor ihr erst vier anderen Spielerinnen gelang - darunter Steffi Graf, die sechs Mal die French Open gewinnen konnte. Drei Titel in Serie schaffte zuletzt Monica Seles vor 15 Jahren.

Henin zeigte sich erleichtert und wohl auch ein wenig überrascht, dass die Partie gegen Jankovic so glatt verlaufen ist. "Ich war auf ein hartes Match eingestellt, weil alle unsere vergangenen Duelle recht schwierig waren. Auch taktisch war es gut, ich habe ziemlich intensiv auf ihre Vorhand gespielt und das hat sie nicht so gemocht", analysierte Henin ihren glatten Sieg über die Serbin.

Aber auch die nächste Serbin wird sie keinesfalls unterschätzen. "Ivanovic ist in großartiger Form: Sie hat Berlin gewonnen und spielt auch hier sehr gut. Ich hoffe auf ein gutes Match. Es ist toll, dass ich hier wieder im Finale stehe", freute sich die 25-Jährige. "Ich genieße jeden Moment dieses Turniers - auf dem Platz und außerhalb des Platzes."

Das Duell Henin-Ivanovic hat es bisher übrigens erst einmal gegeben: 2005 siegte Henin im Semifinale von Warschau (Sand) mit 6:4,7:5. Doch Ivanovic hat seither wieder einen Sprung vorwärts gemacht. Während Henin auf dem Weg ins Finale keinen Satz abgegeben hat, musste Ivanovic im Achtelfinale gegen Anabel Medina Garrigues (ESP) und im Viertelfinale gegen Swetlana Kusnezowa (RUS-3) jeweils über drei Sets gehen. Nach den Nummern zwei und drei der Welt spielt sie nun auch gegen die Nummer 1. (APA)