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Chimamanda Ngozi Adichie, 1977 in Abba, Nigeria, geboren, ist bereits 2004 mit ihrem Debütroman "Blauer Hibiskus" beim Orange Broadband Prize for Fiction in die engere Wahl gekommen.
Foto: APA/AP/Lefteris Pitarakis

London - Als bisher jüngste und zugleich erste afrikanische Schriftstellerin hat die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie den angesehen britischen Orange-Literaturpreis gewonnen. Die Jury gewährte der 29-Jährigen den mit 30.000 Pfund (45.000 Euro) dotierten Preis für ihren zweiten Roman "Die Hälfte der Sonne".

"Dies ist ein bewegendes und bedeutendes Buch einer unglaublich aufregenden Autorin", sagte die Jury-Vorsitzende Muriel Gray am Mittwochabend in London. Das Werk zeige "eindrucksvoll die Kraft, Ambitionen und Kenntnisse" der Autorin.

Lebensgeschichten aus dem Biafra-Krieg

Ngozi Adichie hatte als Favoritin für den Preis gegolten, nachdem sie 2004 bereits mit ihrem Debütroman "Blauer Hibiskus" in die engere Wahl gekommen war. Beide Romane sind in der Übersetzung von Judith Schwaab im Luchterhand-Verlag erschienen.

In dem jetzt ausgezeichneten epischen Werk "Die Hälfte der Sonne" erzählt die Autorin von Menschen, deren Leben sich während des blutigen Biafra-Krieges im Osten Nigerias kreuzen. Dem Krieg fielen Ende der Sechziger Jahre Hunderttausende zum Opfer. KritikerInnen würdigten das Buch als einen der eindrucksvollsten und zugleich spannendsten afrikanischen Gesellschaftsromane. (APA/dpa)