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Die totale Euphorie.

Foto: APA/AP/Castano
Genua - Der SSC Napoli ist nach sechs Jahren wieder in die höchste italienische Fußball-Klasse zurückgekehrt. Dem Klub des Österreichers György Garics reichte in der 42. und damit letzten Runde der Serie B am Sonntag ein 0:0 bei Mitaufsteiger FC Genoa. Der Ex-Rapidler war beim Vize-Meister bis zur 47. Minute im Einsatz. Sowohl Napoli, als auch Genoa hatten erst im Vorjahr den Aufstieg aus der dritten italienischen Liga geschafft.

Zehntausende "Tifosi" bejubelten in der süditalienischen Metropole die Vize-Meisterschaft des ehemaligen Klubs von Diego Maradona. Tausende Fans hatten den entscheidenden Punktgewinn auf einer Videoleinwand vor dem "Stadio San Paolo" verfolgt. Der zweimalige Meister (1987, 1990) krönte mit dem Aufstieg ein grandioses Comeback: Nach dem Konkurs 2004 und dem Neuanfang in der dritten Liga gelang dem Kultklub in drei Saisonen der Durchmarsch bis ins Oberhaus.

Genoa, das 2005 wegen Spielabsprachen in die Serie C zwangsrelegiert wurde, musste hingegen bis zur letzten Sekunde zittern. Die Norditaliener zogen nur direkt in die Serie A ein, weil der Tabellenvierte Piacenza zu Hause gegen Triestina nur zu einem 1:1 kam. Mit einem Sieg hätte Piacenza noch eine Playoff-Runde um den Aufstieg gegen den Tabellendritten erzwingen können. Dies sieht das Reglement vor, wenn der Tabellendritte die Saison mit weniger als zehn Punkten Vorsprung vor dem Tabellenvierten beendet.

Als das Resultat von Piacenza verlautbart wurde, spielten sich in Genua daraufhin chaotische Szenen ab. Fans stürmten in der Nachspielzeit das Spielfeld, einige Profis verteilten schon ihre Trikots. Als der Referee darauf pochte, die angezeigte Minute fertig zu spielen, mussten daraufhin neue Leibchen verteilt werden. Nach Schlusspfiff feierten Fans beider Lager gemeinsam.

Italiens Rekordmeister Juventus Turin, der sich am Sonntag mit einer 2:3-Heimniederlage gegen Spezia verabschiedete, stand bereits seit Wochen als Aufsteiger fest. In Siena-Torhüter Alexander Manninger und Garics dürfte Österreich in der kommenden Saison damit zwei Spieler in der höchsten italienischen Spielklasse haben.(APA/Reuters/dpa)