Wien - Das "Blue Helmet Forum", das kommende Woche in Graz tagt, hat einen leicht irreführenden Namen - denn inzwischen steht ein großer Teil der im Ausland eingesetzten österreichischen Soldaten nicht mehr direkt unter UN-Kommando. Die "Vereinigung österreichischer Peacekeeper" (deren Präsident Gen. i. R. Günther Greindl ist) versucht, strategische Partnerschaften jenseits der ministeriellen Strukturen aufzubauen, um den Großteils im Nebenberuf tätigen Bundesheer-Angehörigen im Auslandseinsatz bessere Voraussetzungen im Einsatz zu schaffen.

So wurde unter anderem der Kenianer Peter Marwa, politischer Direktor der African Standby Eastern Brigade, ein Experte für die Kriseneinsätze am Horn von Afrika, nach Graz eingeladen.

Die Peacekeeper wollen auch das Milizprinzip des Bundesheeres stärker verankert wissen - etwa rechtliche Absicherung des Status eines "Teilzeitsoldaten".

Greindl schlägt aber auch durch Milizsoldaten gebildete Militärpolizeieinheiten vor, die in Krisengebieten eingesetzt werden könnten, bei Großereignissen aber auch zur Assistenz der österreichischen Polizei im Inland dienen könnten. (cs/DER STANDARD, Printausgabe, 12.6.2007)