Innsbruck - Das Oberlandesgericht Innsbruck hat am Mittwochnachmittag das Strafausmaß gegen den Hubschrauberpiloten von Sölden von 15 auf sieben Monate reduziert. Die Nichtigkeitsbeschwerde des Piloten, der sich als schuldlos bezeichnet hatte, wurde abgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Der Unfall am 5. September 2005 am Rettenbachferner im Ötztal hat für neun Skifahrer aus Deutschland, unter ihnen sechs Kinder, tödlich geendet. Ein vom Hubschrauber transportierter 700 Kilo schwerer Betonkübel war auf das Tragseil der "Schwarze-Schneid-Bahn" gestürzt. Eine Gondel wurde in die Tiefe gerissen, aus einer zweiten wurden Fahrgäste hinausgeschleudert.

Bei den Opfern handelt es sich um Wintersportler aus Baden- Württemberg und Bayern. Laut dem Urteil in erster Instanz hätte der Pilot nicht mit der schweren Außenlast über die in Betrieb befindliche Seilbahn fliegen dürfen.(APA)