Fedora 7

Untätigkeit kann man Red Hat in den letzten Monaten nicht wirklich vorwerfen: Neben der Veröffentlichung einer neuen Version seines Enterprise Linux beteiligt man sich auch noch maßgeblich am One Laptop per Child-Projekt, kümmert sich um die Middleware-KundInnen von JBoss und stellt so nebenbei die zentralen EntwicklerInnen für Fedora Linux - die Community-Basis der eigenen Enterprise-Angebote.

Trennungen

Von der Distributiion ist nun im gewohnten sechsmonatigen Release-Zyklus eine neue Version erschienen, Fedora 7 heißt sie und schon der Name deutet auf eine der zentralen Neuerungen hin: Der Zusatz "Core" hat sich verabschiedet, die Trennung zwischen Kernkomponenten und den primär von der Community getragenen Extra-Bestandteilen soll endgültig der Vergangenheit angehören. Auch ein Zeichen, dass Red Hat künftig eine weniger dominante Rolle im Entwicklungsprozess einnehmen soll, und so der Community mehr Mitbestimmungsrecht einräumt.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Spins

Gleichzeitig will man die Distribution auch wesentlich flexibler gestalten: Über verschiedene "Spins" sollen künftig die unterschiedlichsten Geschmäcker angesprochen werden. Zwar gibt es noch immer die rund 2,7 GByte umfassende All-In-One-Installations-DVD, alternativ dazu stehen aber auch auf die Desktop-Umgebungen GNOME oder KDE optimierte Live-CDs zum Download bereit.

CPUs

Zur Auswahl stehen dabei wie gewohnt Versionen für x86, AMD64 und PowerPC-Rechner - im Gegensatz zu Ubuntu hat man sich also noch nicht von der - offiziellen - Unterstützung alter Mac-Prozessoren verabschiedet. Nur der Vollständigkeit halber: Der Download aller Varianten ist natürlich kostenlos.

Eckdaten

Bei der Aktualität der ausgelieferten Softwarekomponenten lässt sich Fedora - wie bereits gewohnt - wenig von der Konkurrenz vormachen: Kernel 2.6.21, glibc 2.6, gcc 4.1.2 und X.org 7.2 machen die Kernbestandteile aus. Aus Desktopsicht setzt man wahlweise auf GNOME 2.18.1 oder KDE 3.5.6, an Anwendungen sind stellvertretend Firefox 2.0.0.3 (ein Update auf 2.0.0.4 gibt es nach dem ersten Booten) und OpenOffice.org 2.2 zu nennen. Derzeit nicht mehr im Angebot sind dafür Plone und Zope - beide vertragen sich nicht mit dem mitgelieferten Python 2.5. Außerdem hat man die Desktop-Suche Beagle aus der Default-Installation entfernt.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Einrichten

Vom DVD-Image gestartet präsentiert sich die Installation von Fedora 7 weitgehend unverändert gegenüber der Vorgängerversion. Nach einer Überprüfung der DVD auf mögliche Fehler folgt die gewohnte Abfolge von einfachen Fragen, die es zu beantworten gilt.

Einstellung

Nach der Angabe von bevorzugter Systemsprache und Tastaturbelegung folgt hier auch ein etwas heiklerer Teil: Die Partitionierung. Wer ein vollständig frisches System hat, kann dies getrost dem Installer selbst überlassen, ansonsten gibt es aber noch die Möglichkeit einer manuellen Partitionierung.

Mühsam

Auch wenn es eine grafische Voransicht der Plattenaufteilung gibt, so bleibt der Eindruck des entsprechenden Tools doch eher durchwachsen. So meldete sich der Installer zu Beginn der Partitionierung mit recht kryptischen Fehlermeldungen, weil ein MP3-Player mit FAT32-Partition an den Rechner angehängt war. Ein Versuch während der Partitionierung wieder einen Schritt in der Installation zurückzugehen endete gar mit einem Aufhängen des Systems. Auch das Anlegen neuer Partitionen ist nicht gerade wenig umständlich gelöst worden.

Screenshot: Andreas Proschofsky

sda

Eine kleine Warnung zwischendurch: Die neue Fedora verwendet bereits das neue libata-System zur Ansteuerung von IDE-Festplatten. Für die UserInnen bedeutet dies vor allem, dass die bisher unter /dev/hdX zu findenden Festplatten nun als /dev/sdX auftauchen.

Feinschliff

An den anderen Komponenten der Installation ist vor allem Feinschliff zu bemerken: So kann etwa die Karte zur Festlegung der Zeitzone - die sonst primär dazu geeignet ist, sich mit seinen mangelnden Geographiekenntnissen zu blamieren - nun auch stufenlos gezoomt werden.

Netzwerk

Zu den weiteren abzuarbeitenden Punkten bei der Installation gehören: Die Einrichtung des Bootloaders - Fedora findet hier aber andere installierte Systeme ohnehin von selbst - und die Konfiguration der Netzwerkkarte(n). Wie bei mittlerweile praktisch allen großen Distributionen - und bei Fedora schon eine ganze Zeit - übernimmt der NetworkManager diese Agenden. Heißt: Der Großteil funktioniert hier automatisch, vor allem Laptop-BenutzerInnen wissen den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen WLAN-Netzen zu schätzen.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Pakete

Bleibt die Wahl der Softwareaustattung. Von Haus aus kennt Fedora dabei nur drei Kategorien: "Office and Productivity", "Software Development" und "Web Server", nur das erste davon ist per Default ausgewählt. Als Default-Desktop-Umgebung wird der GNOME gewählt.

Details

Dies bedeutet allerdings nicht, dass man auf diese grobe Auswahl beschränkt ist, wer will kann über einen Zusatzscreen haargenau festlegen, welches Programm auf die Festplatte wandert - und welches nicht. Zum Glück lassen sich dabei auch ganze Gruppen auf einmal anwählen, der Austausch von GNOME durch eine andere Desktop-Umgebung wie KDE oder Xfce ist also ein Leichtes.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Live

Während der Installer mit dem Aufspielen der Pakete beschäftigt ist, noch ein Blick auf eine weitere Neuerung: Wie zuvor erwähnt gibt es nun auch GNOME- und KDE-LiveCDs, doch diese sind nicht nur zum Hineinschnuppern in den Fedora-Desktop da - das System lässt sich auch direkt von der CD auf die Festplatte bannen.

Kopie

Der Installer entspricht dabei im Großen und Ganzen dem von der DVD, einige Punkte wurden jedoch reduziert / entfernt. Das Aufspielen der Pakete selbst geht dafür deutlich flotter - kein Wunder wird doch de fakto einfach das Live-CD-Image kopiert und an die Einstellungen angepasst. Eine detaillierte Paketauswahl gibt es hier freilich nicht, wer von der GNOME-Live-CD startet bekommt dann auch ein GNOME-System.

Alternativ

Jedenfalls eine interessante Erweiterung der Install-Möglichkeiten für Fedora, die man künftig noch weiter vorantreiben sollte.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Sicherheit

Nach dem ersten Boot ins neue System folgen eine Reihe von weiteren Einstellungsschritten, wie auch die vorherigen sind sie praktisch alle einfach mit einem Drücken auf den "Weiter"-Knopf zu bewältigen. Ein Plus von Fedora ist dabei das Augenmerk auf Sicherheit, so wird eine einfache Firewall eingerichtet, auch das Sicherheitsframework SELinux ist per Default aktiviert.

Statistik

Mitten drinnen werden die BenutzerInnen dann auch noch darum gebeten ihr Hardware-Profil zu statistischen Zwecken an die BetreiberInnen des Projekts zu schicken. Von Haus aus ist diese Funktion deaktiviert, aus einem Privacy-Blickpunkt eine weise Entscheidung. Wer sich dann doch dafür entscheidet die eigenen Rechner-Infos preis zugeben, bekommt detailliert aufgelistet, was alles verschickt wird.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Abschluss

Abschließend müssen noch die Zeit eingestellt, die Soundkarteneinstellungen überprüft und vor allem die BenutzerInnen eingerichtet werden. Dann ist das frische Fedora 7 auch schon einsatzbereit.

Überblick

Zeit für eine Zwischenbilanz: Wirklich grobe Kritikpunkte gibt es an der Fedora-Installation nicht, allerdings wird sie langsam etwas sehr "Old School". Bei anderen Distributionen - wie Ubuntu oder SUSE - geht das Ganze mittlerweile in wesentlich weniger Schritten, vor allem EinsteigerInnen freuen sich darüber. Viele der Installationsschritte ließen sich auch in einen Übersichtsscreen zusammenfassen und dann auf Wunsch anpassen, all die Punkte bei denen 99 Prozent der BenutzerInnen ohnehin immer nur "Weiter" drücken, würden sich bestens dafür eignen.

Updates

Auch fehlt bei Fedora weiterhin die Möglichkeit Updates noch vor dem ersten Einloggen ins neue System installieren zu können, etwas das aus Sicherheitssicht zu begrüssen wäre.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Desktop

Am Desktop angelangt, zeigt sich vor allem eins: Ein neu gewonnener Wille zur optischen Erneuerung. Der alte Bluecurve-Icon-Look gehört endgültig der Vergangenheit an, statt dessen basiert man das neue Aussehen auf dem "Mist"-Stil, der bei aktuellen GNOME-Versionen als Alternative mitgeliefert wird (und selbst zu weiten Teilen auf dem Tango-Look aufbaut).

Oberflächlich

Wirklich durchgehend hat man den Wechsel zwar noch nicht umgesetzt - an zahlreichen Stellen finden sich noch immer die alten Icons - trotzdem: Im Vergleich zu früheren Versionen eine deutliche Verbesserung.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Auflösung

Eine kleine Nervigkeit: Zwar ist zu begrüssen, dass Fedora die Konfiguration des X-Servers automatisch vornimmt, allerdings vertut man sich dabei gerne. Bei zahlreichen CRT-Monitoren wird einfach die maximale verfügbare Auflösung eingestellt, angesichts dessen, dass dies bei einem 19-Zöller schon mal unlesbare 2048x1536 ergeben kann, keine sehr weise Entscheidung. (Ein Problem das übrigens Ubuntu ebenso aufweist)

Einstellungsfragen

Immerhin bietet Fedora ein grafisches Einstellungstool, um dieses Problem auf die Schnelle zu beheben. Hier lassen sich dann auch gleich Dual-Head-Setups konfigurieren, oder Monitor- und Grafikkartentyp nachbessern.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Update

Was bei der Installation nicht möglich war, sollte natürlich jetzt schnellstens nachgeholt werden: Das Aufspielen der seit der Veröffentlichung der Distribution hinzugekommenen Updates.

Speed ist alles

Diese Aufgabe übernimmt bei Fedora "pup", wie auch bei anderen Distributionen informiert eine Benachrichtigung über das Vorhandensein neuer Versionen. Während sich die Software rein oberflächlich weitgehend unverändert zeigt, beherbergt die Basis der Software eine freudige Überraschung: Endlich muss sich Fedora nicht mehr für seine furchtbare Performance beim Aufspielen von Paketen genieren, die neue Release geht in diesem Bereich deutlich flotter zu Werke als frühere Ausgaben der Distribution.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Installation

Um die Installation neuer Komponenten kümmert sich hingegen "pirut". So erfreulich auch bei diesem die Performancegewinne zu verzeichnen sind, das kann nicht über das ziemlich furchtbare Interface der Software hinwegtäuschen.

Unübersichtlich

Sowohl Such- als auch Listenansicht sind nicht schlicht unübersichtlich, vom Design der entsprechenden Ubuntu-Tools ist man hier Lichtjahre entfernt. Dass der Wechsel zwischen beiden Ansichten jedes mal einige Sekunden Wartezeit kostet, da die Paketliste aus unerfindlichen Gründen nicht gecachet wird, ist da nur ein kleines Detail am Rande.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Nachbessern

Trotzdem ist die Software natürlich - sofern man nicht gleich alles lieber über die Kommandozeile macht - unerlässlich, um zusätzlich Software nachzuinstallieren. Interessant wird das anfänglich vor allem in den Bereichen sein, in denen Fedora aus rechtlichen bzw. politischen Gründen keinen Pre-Install vornimmt. Wir sprechen hier natürlich von der dunklen Sphäre der proprietären Treiber und der diversen Multimedia-Codecs.

Frei

Fedora liefert hier prinzipiell nur das aus, was wirklich "frei" ist, wer also ab und an mal eine DVD schauen will oder auch brauchbare 3D-Performance mit ATI oder NVidia-Karten haben will, muss selbst nachhelfen. Zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang einmal mehr das Livna-Repository, einfach über

rpm -ivh http://rpm.livna.org/fedora/7/i386/livna-release-7-2.noarch.rpm

in einer Root-Konsole hinzufügen und schon stehen zahlreiche neue Programme zur Auswahl. Dazu gehören etwa die libdvdcss zur Anzeige von DVDs oder die proprietären NVidia- und ATI-Treiber.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Effekthascherei

Zumindest im Falle der NVidia-Treiber funktionieren dann auch die Desktop-Effekte von Compiz praktisch umgehend ohne Probleme - Sie lassen sich einfach über einen Klick auf das zugehörige Einstellungstool aktivieren. (bei ATI-Karten muss wegen des fehlenden texture_from_pixmap-Supports in den Treibern noch zusätzlich der Xgl-Server eingerichtet werden)

Präferenzen

Für die Zukunft wäre ein vernünftigeres Einstellungstool für Compiz zu erhoffen, das derzeitige ist doch etwas sehr spärlich ausgefallen. Gerade mal die Entscheidungen, ob die virtuellen Desktops auf den bekannten Würfel projiziert werden, und ob die "Wobbly Windows" zum Einsatz kommen sollen, stehen zur Auswahl. Zusätzlich ist zu bemängeln, dass die mitgelieferte Compiz-Version (0.3.6) mittlerweile recht veraltet ist.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Nachteile

Auch wenn das Hinzufügen des Livna-Repos kein all zu großes Problem darstellt, so bleibt doch trotzdem festzuhalten, dass Ubuntu in diesem Bereich mit dem Restricted Drivers Manager und seiner Codec-Installationsunterstützung deutlich die Nase vorne hat. Immerhin geloben die Fedora-EntwicklerInnen Besserung, für die kommende Version 8 der Distribution soll zumindest eine Lösung für das leidige Codec-Problem kommen.

Kontrolle

Erfreulich aufgeräumt präsentiert sich das Menü des GNOME-Desktops, Untermenüs hat man sich fast überall gespart. Eine Ausnahme: Die Desktop-Einstellungen sind jetzt in fünf Kategorien aufgeteilt, einen Umstieg auf das neue GNOME Control Center - das alle Tools in einer durchsuchbaren Ansicht bietet - hat man hingegen noch vermieden.

Screenshot: Andreas Proschofsky

User Dirs

In die beliebte Kategorie "Kleinigkeiten-die-gerne-mal-übersehen-werden-aber-eigentlich mal-vor-den-Vorhang-gehören" fällt das Folgende: Eine Vielzahl der GNOME-Anwendungen unterstützt bereits den xdg-user-dirs-Standard. Konkret bedeutet dies, dass fixe Verzeichnisse für Lieder, Videos, Bilder und Co. vergeben werden.

Erkennung

Dies löst vor allem ein Problem mit Lokalisierungen, ob die Verzeichnisse nun "Pictures" oder "Bilder" heißen, sie werden von den entsprechenden Anwendungen erkannt. So tauchen dann etwa beim Multimedia-Player Totem die Links zu den Video- und Audio-Verzeichnissen automatisch in der "Places"-Liste auf, bei Musikplayern wird der Sound-Ordner automatisch zur Default-Quelle für Lieder.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Der Revisor

Einer der mächtigsten Neuzugänge in Fedora 7 ist der "Revisor": Wie eingangs erwähnt, gibt es die Distribution nun erstmals in verschiedenen "Spins", also etwa einer GNOME oder einer KDE-Ausführung. Der Revisor tut nichts weniger, als bei der Erstellung eigener Spins zu helfen.

Festlegung

Über einen grafischen Wizard können diverse Rahmenparameter festgelegt werden, etwa welches Medium aus dem Generierungsprozess erstellt werden soll. Neben Live-CDs lassen sich auch Installations-Disks oder Systeme, die direkt vom USB-Stick booten, erstellen.

Definition

Natürlich lässt sich auch die Paketwahl frei definieren. Auf diese Weise lassen sich also unkompliziert auf die eigenen Bedürfnisse optimierte Live-Medien auf Fedora-Basis erstellen, ein klares Plus für die Distribution. Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft daraus noch weitere Spins entwickeln werden.

Screenshot: Andreas Proschofsky

SELinux

Ein ewiges Sorgenkind von Fedora / Red Hat ist das Sicherheitsframework SELinux: Zwar verspricht es durch ein Regelwerk, das festlegt, was einzelne Anwendungen tun dürfen und was nicht, eine deutlich erhöhte Systemsicherheit - viele Sicherheitslücken könnten so gar nicht ausgenutzt werden. Auf der anderen Seite führen die häufigen Probleme von Anwendungen mit SELinux dazu, dass "SELinux deaktivieren" in zahlreichen FAQs als erste Lösung empfohlen wird.

Anpassung

Auch ist die Software nicht unbedingt trivial an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, immerhin bietet Fedora aber eine Reihe von Tools, um bei der Administration von SELinux zu helfen. Wirklich simpel ist aber noch immer etwas anderes, insofern wird das Abschalten wohl auch weiter die häufigste Umgangsform mit SELinux bleiben.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Xen

Vorbildlich präsentiert sich Fedora hingegen mit seiner Unterstützung für die Virtualisierungstechnologie Xen: Diees ist bereit in der erst vor wenigen Wochen freigegebenen Version 3.1.0 enthalten, auch das grafische Management-Tool virt-manager wurde deutlich verbessert.

Möglichkeiten

So lassen sich nun auch QEMU und KVM-Maschinen administrieren, auch gibt es ein eigenes Interface zum Anlegen von virtuellen Netzwerken. Die notwendige Unterstützung im Prozessor vorausgesetzt, lässt sich damit mittlerweile auch Windows - unmodifiziert - unter Xen virtualisieren.

xorg

An dieser Stelle eine kleine Abschweifung: Eine kleine Unachtsamkeit führte zur Bekanntschaft mit einem weiteren netten Feature von Fedora 7. Startet der X-Server nicht mehr korrekt (in dem Fall passiert, weil der NVidia-Treiber nicht für den Xen-Kernel eingerichtet war), so versucht das System die Einstellungsdatei zu reparieren, geht nichts wird eine neue xorg.conf angelegt.

Screenshot: Andreas Proschofsky

Fazit

Fedora macht mit der neuen Version einen wichtigen Schritt nach vorne. Allerdings weniger in Hinblick auf die sichtbaren Features der neuen Distribution als vor allem auf die Basis, die damit geschaffen wird. Mit den Spins sollten künftig schlankere - und spezialisierte - Fedora-Varianten geschaffen werden, mit der Zusammenführung von Core und Extras bringt man die Community und die Red Hat-Angestellten näher zusammen.

Ausblick

Eine Basis auf der sich für Fedora 8 einiges erwarten lässt, immerhin hat Red Hat ja vor nicht all zu langer Zeit seine erneuerten Bestrebungen im Desktop-Bereich angekündigt. Bis wir wissen, wie sich der "Online-Desktop" entwickelt und welche Lehren man aus dem OLPC gezogen hat, vergehen noch ein paar Monate. Bis dahin steht mit Fedora 7 eine durchaus gelungene Distribution im Angebot. (Andreas Proschofsky)

Screenshot: Andreas Proschofsky