Die Polizei im US-Bundesstaat Texas hat sieben Sexualstraftäter mit Hilfe von MySpace -Daten überführt. Die vermeintlichen Sexverbrecher wurden verhaftet, nachdem die Social-Networking-Plattform Details über die Identität der Betroffenen an die Behörden weitergegeben hatte. Die MySpace-Profile der sieben Männer waren bereits zuvor von der Plattform gelöscht worden. Das News Corp.-Unternehmen hatte zum Ausforschen verdächtiger Nutzer im vergangenen Jahr ein eigenes Softwareprogramm integriert und eine interne Datenbank aufgebaut.

Die sieben Beschuldigten haben offenbar junge Mädchen sexuell belästigt

Laut Medienberichten wurden die Verdächtigen, die bereits zuvor aufgrund von sexuellen Übergriffen verurteilt worden waren, innerhalb eines Zeitraums von etwa zwei Wochen nacheinander festgenommen. Zuvor hatten sich die Behörden ihrerseits an MySpace gewandt, um die Herausgabe der privaten Daten zu erwirken. Die sieben Beschuldigten haben offenbar junge Mädchen sexuell belästigt, das jüngste Opfer war erst vier Jahre alt. Sechs der Männer wurden verhaftet, weil sie MySpace-Profile hatten, obwohl ihnen eigentlich untersagt war, das Internet zu nutzen. Einer wurde festgenommen, weil er es verabsäumt hatte, sich bei den lokalen Behörden freiwillig als Sexualstraftäter zu registrieren.

ySpace gab die Daten der sieben Männer heraus

"Texas wird Kriminelle, die unsere Kinder ausbeuten, nicht tolerieren", so der texanische Staatsanwalt Greg Abbott. Die betreffenden verurteilten Sexualstraftäter hätten Online-Identitäten auf einer Webseite geschaffen, die speziell unter Kindern und Jugendlichen populär sei. MySpace gab die Daten der sieben Männer heraus, nachdem die Behörden zunehmend Druck auf die Plattform ausgeübt hatten.

In den USA müssen sich einmal verurteilte Sexverbrecher bei den lokalen Behörden registrieren lassen und ihre Kontaktdaten angeben, nachdem sie aus der Haft entlassen wurden. Künftig soll es auch die Pflicht geben, eine gültige E-Mailadresse anzugeben, sofern eine solche vorhanden ist.(pte)