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Pluto (im Zentrum der Hubble-Aufnahme) ist nicht mal der massereichste Zwergplanet ... (auf dem Bild knapp unterhalb von Pluto ist Plutos Mond Charon zu sehen)

Foto: AP/NASA
Washington - Dem Himmelskörper Pluto bleibt auch nichts erspart. Erst nahm ihm die Internationale Astronomische Union den Status eines Planeten weg und schickte ihn in die neu geschaffene zweite Liga der Zwergplaneten. Jetzt ist sicher, dass Pluto nicht einmal der massereichste unter diesen Zwerplaneten ist, wie bei der Degradierung im vergangenen Jahr noch angenommen worden war. Denn obwohl Eris, bisher als "2003 UB313" bezeichnet bzw. mehr unter dem Spitznamen "Xena" bekannt, einen Durchmesser von 2.400 Kilometern und damit um 100 Kilometer mehr als Pluto hat, gab es eine Chance, dass der Zwergplanet weniger dicht als Pluto sein könnte.

Der kalifornische Astronomie-Professor Michael Brown und seine Schülerin Emily Schaller haben nun Dysnomia genauer unter die Lupe genommen, den Mond des Zwergplaneten Eris. Und anhand der Untersuchung von Dysnomias Kreisbahn konnte die Masse von Eris neu berechnet werden. Das in der Zeitschrift "Science" veröffentlichte Ergebnis: Eris hat um 27 Prozent mehr Masse als Pluto. "Das ist jetzt eine Art letztes Gefecht für Pluto", räumte Schaller ein.

"Pluto und Eris sind im Wesentlichen Zwillinge", erklärte Brown und fügte hinzu: "Mit dem Unterschied, dass Eris von beiden der etwas Plumpere ist." Bleibt noch zu erwähnen, dass Eris der Name der griechischen Göttin der Zwietracht ist. Da hatte Pluto von vornherein keine Chance. (APA/AP/red)