Wien- Drei Absagen prägen den Eurofighter-U-Ausschuss am Dienstag. Als erster Zeuge geladen ist der Chefverhandler im Verteidigungsministerium und Unterzeichner des Eurofighter- Kaufvertrages, Edwin Wall. Auch Ex-Gesundheitsministerin Rauch-Kallat wird aussagen. Der Ladung nicht Folge leisten werden der frühere Saab-Vertreter Hans Drescher, Hubert Hödl von Magna und der Unternehmer Walter Schön.

Der Beamte Wall wird zu angeblichen "Vermögenszuwächsen" während der Eurofighter-Beschaffung befragt. Wall hat den Vorwurf, im Zusammenhang mit der Beschaffung der Eurofighter "beträchtliche oder auch nur geringfügige Vermögenszuwächse" etwa durch Liegenschaftsanschaffungen verzeichnet zu haben, bereits zurückgewiesen. Diese Behauptung würde "jeglicher Grundlage" entbehren, ließ er über seinen Anwalt ausrichten. Ausschussvorsitzender Pilz hatte im Ausschuss von einem entsprechenden Hinweis gesprochen. Wall dürfte unter Ausschluss der Medienöffentlichkeit befragt werden.

Rauch-Kallat wird als frühere Generalsekretärin der Partei zu Spenden an die ÖVP befragt werden. Weiters sind Bawag-Vizechef Stefan Koren und der Finanzbeamte Manfred Fürnkranz geladen.

Für Pilz sind die Absagen von Schön und Hödl inakzeptabel. Der Grünen-Abgeordnete drohte erneut mit einer Verlängerung der Untersuchung. (APA)