Folgen Sie diesem Zeichen: In Wiener städtischen Parkanlagen ist Liegen nun ganz offiziell erlaubt

Foto: STANDARD/Hendrich
Wien - In der Diskussion um ein Liegeverbot in den Parks der Bundesgärten geht die Stadt Wien für ihre eigenen Anlagen in die Offensive: In Kürze werde die Grünanlagenverordnung geändert und das Verbot für die Wiesen in den städtischen Parks aufgehoben, hieß es am Dienstag aus dem Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima. Damit werde nur der Status quo legalisiert, denn das Liegeverbot sei schon lange nicht mehr exekutiert worden.

Das bedeutet für die Sonnenhungrigen, dass sie sich nun beispielsweise im Türkenschanzpark, dem Stadtpark oder im Kurpark Oberlaa gänzlich ohne schlechtes Gewissen auf dem Rasen räkeln können. Stadtgartenamtsdirektor Rainer Weisgram hatte jüngst gegenüber der APA betont, dass man bisher positive Erfahrungen mit der Freigabe der Grünflächen gemacht habe.

"Realitätsfern"

Das alte Verbot abzuschaffen sei schon länger diskutiert worden und könne vermutlich noch im Juni in Kraft treten, hieß es nun aus dem Büro Sima. "Die Menschen sollen sich in unseren Parks wohlfühlen und natürlich die Wiesen zum Liegen nutzen", stellte die Umweltstadträtin klar. Alles andere sei realitätsfern.

Die Bundesgärten, die etwa den Burggarten, den Volksgarten oder den Heldenplatz in der Wiener Innenstadt betreuen, kontrollieren dagegen verstärkt die Einhaltung des Liegeverbots in ihrem Bereich. Ein eigens abgestellter Mitarbeiter und zwei private Sicherheitsleute kontrollieren seit Anfang Mai die Rasenflächen. (APA)