Budapest - Im Streit um einen neuen EU-Vertrag hat sich die ungarische Außenministerin Kinga Göncz gegen zu viel Kompromisse ausgesprochen. Wenn eine neue EU-Verfassung jetzt "nur zum Preis sehr großer Kompromisse geboren werden kann", sei es besser, wenn "die Gemeinschaft sich (dafür) mehr Zeit gibt", sagte Göncz am Dienstag in Budapest, wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete. Nach Meinung der Außenministerin wäre es "keine Tragödie", falls es beim EU-Gipfeltreffen an diesem Wochenende zu keiner Einigung über einen EU-Vertrag kommen sollte. Bei dem EU-Gipfel in Brüssel am Donnerstag und Freitag sollen die EU-Staaten über die weitere die Zukunft des EU-Verfassungsvertrages entscheiden. Polen drängt auf Änderungen bei der geplanten Stimmgewichtung und hat bereits mit einem Veto gedroht. Es droht ein offener Machtkampf zwischen Polen und den übrigen EU-Ländern. (APA/dpa)