Wien - Ein paar Tipps könnten geplagten Städtern helfen, den für die kommenden Nächte prophezeiten "tropischen Temperaturen" zum Trotz den ersehnten Schlaf zu finden.

Lüften in der kühleren Morgenluft

Wichtigste Regel: Das Schlafzimmer möglichst vor Sonneneinstrahlung schützen! Rollos und Rollläden an der Außenseite des Fensters schneiden deutlich besser ab als im Rauminneren. Zusätzlich sollte das Schlafzimmerfenster tagsüber geschlossen bleiben: Lüften gleich nach dem Aufwachen konserviert die noch vergleichsweise kühle Morgenluft.

Licht baut Schlafhormon ab

Wie der Schlafexperte Günther W. Amann-Jennson betont, ist neben der hinreichenden Quantität vor allem auf die Qualität des Schlafs zu achten. Umwelteinflüsse sollten nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Lärm und Lichtreize können gerade im Sommer zu einem Problem werden - je nach Ausrichtung des Fensters kann es daher angebracht sein kann, die Rollläden auch nachts geschlossen zu halten, zumal sich die ersten Sonnenstrahlen schon vor 5.00 Uhr in der Früh bemerkbar machen. Zu viel Licht baut das Schlafhormon Melatonin ab.

Nicht neben Ventilator schlafen

Von einem die Nacht durchlaufenden Ventilator ist abzuraten: Wer neben einer Strom fressenden "Windmaschine" einschläft, wacht mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem "steifen Genick" auf.

Bettwäsche aus Seide oder Baumwolle

Das Bettzeug sollte ausschließlich aus leichten, atmungsaktiven Stoffen bestehen. Eine Seidenbettdecke ist zwar nicht ganz billig, macht sich aber bezahlt. Der Bezug sollte in jedem Fall aus Baumwolle sein, die bis zu einem Fünftel ihres Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen kann. Mancher, der nicht von seinem Pyjama oder Nachthemd lassen kann oder will, legt es kurz vor dem Zu-Bett-Gehen ins Gefrierfach.

Apfel statt "Schlummertrunk"

Der Schlafexperte Amann-Jennson empfiehlt, statt zum Alkohol als "Schlummertrunk" zu einem geschälten Apfel zu greifen. Kurz vor dem Einschlafen gegessen, soll dieses natürliche Schlafmittel mitunter angeblich Wunder wirken. (APA)