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Der kleine Mantarochen wurde zu Tode gejagt (Archivbild vom 16. Juni).

Foto: REUTERS/Okinawa Churaumi Aquarium
Tokio - Der erste Mantarochen weltweit, der in Gefangenschaft geboren wurde, hat nur wenige Tage überlebt: Das Rochenjunge, das erst am Samstag zur Welt gekommen war, sei am Donnerstag tot aufgefunden worden, teilte das Okinawa Churaumi Aquarium mit. Der Vater habe das kleine Weibchen zu Tode gejagt. "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte ein Sprecher des Aquariums. Das Jungtier habe "verwirrt" ausgeschaut und habe mehrfach die Beckenwand gerammt. Außerdem sei es mit einem mehr als sieben Meter langen Walhai zusammengestoßen, der im gleichen Becken aufgezogen wird. Das Rochenbaby habe viele Verletzungen gehabt und innere Blutungen erlitten, sagte der Sprecher. Es sei "unglücklich", dass das Aquarium den kleinen Rochen verloren habe. "Aber wir haben aus der Erfahrung eine Menge gelernt und rechnen damit, dass wir beim nächsten Mal ein besseres Ergebnis erzielen." Das Rochenjunge hatte bei der Geburt eine Spannbreite von rund 1,90 Metern gehabt. Seine 4,20 Meter große Mutter hatte sich im Juni vergangenen Jahres mit einem der beiden männlichen Rochen zusammengetan, die seit 15 Jahren in dem Aquarium leben. Vermutlich habe es so lange gedauert, bis die beiden Rochen geschlechtsreif waren, sagte der Sprecher; es sei zu erwarten, dass sie sich nun jedes Jahr fortpflanzen. (APA)