Frankfurt/Main - Nach den heftigen Unwettern vom Donnerstag haben mehrere hundert Flugpassagiere die Nacht auf Freitag auf dem Frankfurter Flughafen verbringen müssen. Die Flughafengesellschaft hatte nach Mitteilung eines Sprechers Feldbetten für die gestrandeten Passagiere aufgestellt.

Insgesamt sind am Donnerstag wegen der heftigen Regenfälle und der schweren Gewitter 242 Flüge in Frankfurt ausgefallen - 123 Ankünfte und 119 Abflüge. Betroffen waren rund 30.000 Fluggäste. Das entspricht fast einem Drittel des normal Passagieraufkommens. Viele der Fluggäste, die abfliegen wollten, wurden entweder in Hotels untergebracht oder mussten auf die Bahn ausweichen. Wer den Flughafen nicht mehr verlassen konnte, musste die Nacht in den Terminals verbringen.

Da die Passagiere, die am Donnerstag nicht weiterreisen konnten, am Freitag zum Ferienbeginn auf die Urlaubsreisenden treffen und außerdem neue Gewitter erwartet werden, rechnete der Flughafen mit Problemen bei der Abfertigung. "Das wird wohl nicht ganz reibungslos ablaufen", sagte Flughafen-Sprecher Schaller.

Er riet den Passagieren, rechtzeitig anzureisen und sich vorab über mögliche Verspätungen bei ihren Fluggesellschaften zu erkundigen. "Wir erwarten einen sehr verkehrsreichen Tag und bitten die Fluggäste, nicht auf den letzten Drücker zu kommen". Beim Einchecken und den Sicherheitskontrollen werde es Wartezeiten geben. Der Flughafen rechnete für Freitag mit der Abfertigung von rund 170.000 Passagieren, normal sind 140.000.(APA/dpa)