Mit letzten Aktionen und Versammlungen von etwa 7.000 Beschäftigten ist nach Angaben der deutschen Gewerkschaft ver.di der sechswöchige Streik um die Auslagerung von 50.000 Jobs bei der Deutschen Telekom am Freitag zu Ende gegangen. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass noch wenige Beschäftigte auch in der nächsten Woche die Arbeit niederlegen würden, sagte ver.di-Sprecher Jan Jurczyk.

Offizielles Ende erst nach Urabstimmung

Förmlich endet der Arbeitskampf erst, wenn die Beschäftigten den nach einwöchigem Ringen am Mittwoch erzielten Tarifkompromiss in einer Urabstimmung angenommen haben. Die Urabstimmung ist für Donnerstag und Freitag der kommenden Woche angesetzt. Das Ergebnis solle am Samstag bekannt gegeben werden, sagte Jurczyk. Da für die Annahme der Tarifvereinbarung nur ein Minimum von 25 Prozent der Stimmen erforderlich ist, gilt eine Zustimmung als sehr wahrscheinlich. Die Große Tarifkommission von ver.di hatte noch am Mittwoch die Annahme empfohlen.

Gehälter sinken

Zum 1. Juli sollen rund 50.000 Stellen in den Callcentern, dem Technischen Service und der Infrastruktur der deutschen Festnetzsparte T-Com in neue, eigenständige Service-Gesellschaften ausgelagert werden. Die Gehälter der Beschäftigten sinken dann in drei Stufen ab dem Jahr 2009 um 6,5 Prozent; die Arbeitszeit steigt sofort um vier Stunden pro Woche auf 38 Stunden. Im Gegenzug verzichtet der Konzern bis Ende 2012 auf betriebsbedingte Kündigungen in den neuen Unterfirmen.(APA/AP)