Die Zahl der Autos ohne Klimaanlage wird immer kleiner. Zumindest als Option ist ein Luftkaltmacher für jedes Automodell verfügbar.

Der ÖAMTC schätzt, dass zumindest die Hälfte aller in Österreich durch den Verkehr bewegten Pkws eine Klimaanlage haben (eine genaue Statistik gibt es dazu leider keine, da die Zulassungsbehörden nicht erheben, welcher Fahrzeughalter die Option gezogen hat, sollte die Anlage nicht serienmäßig sein).

Technisch kein Problem

Rein technisch ist es bei den meisten Autos kein Problem, eine Klimaanlage nachzurüsten. In Wien gibt es beispielsweise den Autoteile-Lieferanten Ginner, der in so gut wie jedes Auto eine Air-Condition einbauen kann. Die Frage ist nur: Zahlt es sich wirtschaftlich gesehen aus? Denn mit 2000 Euro Einbaukosten ist schon zu rechnen, wenn man eine Klimaautomatik haben will, vielleicht sogar mit dem Doppelten.

Da kann es schon sein, dass die Klimaanlage mehr kostet, als das Auto insgesamt noch wert ist. Gerade wenn es sich etwa um ein kleineres Fahrzeug aus den frühen 90er-Jahren handelt, wäre es wahrscheinlich besser, sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt um ein Exemplar mit AC umzusehen.

Aufwändige Arbeit

Der Grund für die hohen Kosten der Nachrüstung ist, dass für den Einbau schon einmal ein ganzer Vormittag eines Technikers zu veranschlagen ist. Denn der Wärmetauscher, der Verdampfer, muss ins Herz des Autos eingebaut werden, in den Lüftungskasten. Und dafür muss das Armaturenbrett abgenommen werden.

Schnell vergessen sollte man irgendwelche Billigsysteme, die an der 12-Volt-Buchse im Auto angeschlossen werden. Um ein Auto zu kühlen, braucht es eine Leistung von zwei bis drei Kilowatt. Und die kann nur der Verbrennungsmotor liefern, an den der Kompressor der Klimaanlage direkt angeschlossen werden muss. (szem, AUTOMOBIL, 22.6.200/