Wien - Tief erschüttert vom Tod seines Freundes Georg Danzer hat sich am Samstag Rainhard Fendrich im Gespräch mit der APA gezeigt. "Ich habe durchgeheult", beschrieb der Sänger seine Gefühle seit der Todesnachricht am Donnerstag. Danzers Tod sei zu diesem Zeitpunkt auch für ihn vollkommen überraschend gewesen, zumal Danzer immer ein Kämpfer gewesen sei: "Wir hatten noch Pläne für eine Austria-3-Reunion zur Fußball-EM."

Derzeit könne er den Verlust für sich selbst und für Österreich noch gar nicht ermessen: "Er war ein glühender Antifaschist und einer der größten Köpfe und Poeten, die dieses Land je hervorgebracht hat."

"Er war der Beste von uns Dreien"

Er habe bis kurz vor dem Ende fast täglich mit seinem Freund und früheren Kollegen aus Austria-3-Zeiten telefoniert. "Er war der Beste von uns Dreien", unterstrich Fendrich.

Am Abend gab Fendrich auf dem Wiener Donauinselfest ein Konzert in Erinnerung an Danzer. Eigentlich war dieser für den Auftritt gebucht gewesen, hatte jedoch kurz zuvor wegen seiner Krankheit absagen müssen, worauf Fendrich einsprang. Es falle ihm heute unendlich schwer, auf die Bühne zu gehen: "Aber ich bin hier, weil ich dem Georg ein Versprechen gegeben habe." Die Gage gehe an Danzers Familie. Überdies werde er im November vier Konzerte in Wien geben, deren Erlöse ebenfalls an die Hinterbliebenen gehen sollen. (APA)