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Foto: APA/DPA/Weihs
Enns/Wien - Geht es nach den Vorstellungen des oberösterreichischen High-Tech-Unternehmens Steinbauer Tuning Technologies, dann können Landwirte künftig mit deutlich mehr "Power" über die Äcker glühen und dabei noch Sprit sparen. Derzeit wird ein neuartiges elektronisches Einspritzsystem entwickelt, das Landmaschinen um bis zu 30 Prozent effizienter machen soll.

"Für den landwirtschaftlichen Sektor ist diese Entwicklung einzigartig und wurde auch noch von niemandem aufgegriffen", erklärte Marketingleiter Sven Edelmüller gegenüber der APA. Bisher hat das Unternehmen Zusatzmodule vor allem für Pkw- und Lkw-Motoren auf den Markt gebracht. Das Prinzip ist immer gleich: Ein von der fahrzeugeigenen Steuerungselektronik unabhängiges Hardware-Modul wird einfach zum Motor dazu gesteckt und holt aus dem bestehenden System mehr Leistung heraus, indem es den Verbrennungsvorgang aktiv steuert.

Geboren wurde die Idee, nachdem Kunden ihren Unmut über Leistung und Verbrauch ihrer Landmaschinen - insbesondere von Traktoren - geäußert hatten. "Diese Kunden sind fast zeitgleich aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und Finnland an uns herangetreten, was uns zu einer sehr schnellen Umsetzung motiviert hat", so Edelmüller. Der Endkunde profitiere durch eine erhebliche Treibstoff- und Kostenersparnis und verfüge so auch über eine Alternative zur Anschaffung einer oft merklich teureren, stärkeren Modellvariante.

Hoher Entwicklungsaufwand

"Das Projekt ist mit einem sehr hohen Entwicklungsaufwand verbunden, es entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens", erläuterte Edelmüller. Von Oktober 2005 bis September 2006 wurden rund 300.000 Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet, insgesamt waren in diesem Zeitraum elf Entwickler involviert. Externes Know-how steuerten Projekt- und Diplomarbeiten des Studienganges Hardware/Software Systems Engineering der Fachhochschule Hagenberg bei.

Die hohen Investitionskosten und teilweise langen Entwicklungszeiten würden ein hohes Risiko darstellen, bei erfolgreicher Umsetzung der Ziele sei jedoch eine "äußerst gute" Investitionsrentabilität gegeben. Das Projekt wurde aus dem Bereich Basisprogramme der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert. (APA)