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Zwei Drittel der Fakultäten der Uni Wien haben sich bereits an die Bologna-Studienarchitektur angepasst. In einigen Studiengänge gibt es jedoch rechtliche Probleme.

Foto: apa/pfarrhofer
Wien - Von den 15 Fakultäten der Universität Wien bauen bereits rund zwei Drittel auf die Bologna-Studienarchitektur: Für das kommende Wintersemester 2007/08 hat der Senat der Universität Wien weitere 37 Studiengänge im Bachelor-Master-Format neu eingerichtet, wie die Uni heute, Montag, bekannt gab. Unter den noch nicht umgestellten Bereichen sind die philologische und historische Fakultät, die rechtswissenschaftliche Fakultät, die Fakultät für Psychologie sowie die zwei theologischen Fakultäten. Auch die Studienrichtung Pharmazie folgt noch nicht der Bachelor-Master-Struktur.

Probleme bei Umstellung

Die Umstellung von Philologie und Geschichte ist für das Studienjahr 2008/09 geplant, berichtete Herbert Hrachovec, Vorsitzender der Curricularkommission des Senats der Universität Wien, gegenüber der APA. Im Fall der Rechtwissenschaften, Psychologie, Theologie sowie Pharmazie stellen sich "gesamtösterreichische Probleme auf Grund der gegebenen Gesetzeslage", sagte Hrachovec. So sei etwa vorgeschrieben, dass Pharmazeuten eine Grundausbildung von mehr als drei Jahren absolvieren müssen, was durch ein Bachelor-Studium nicht abgedeckt würde.

Eine erste Phase der Umstellung an der Universität Wien war bereits im Studienjahr 2006/07 erfolgt. Bei den jüngsten Maßnahmen sind laut Aussendung der Uni Wien die biologischen Studien sowie die Sozialwissenschaften besonders hervorzuheben. Das bisherige Studienangebot der Biologie wurde gestrafft und in einem gemeinsamen Bachelor und elf spezialisierten Master-Studien organisiert.

Gemeinsame Studieneingangsphase für Sozialwissenschaften

Für die Soziologie, Politologie und Kultur- und Sozialanthropologie gibt es in Zukunft eine gemeinsame Studieneingangsphase, die von den Fächern wechselseitig angerechnet wird. Weitere Fachbereiche, die umgestellt wurden, sind Philosophie, Bildungswissenschaft, Mathematik, Physik, Chemie, Geographie, Ernährungswissenschaft und Translationswissenschaft. Die Universität Wien besitzt insgesamt 15 Fakultäten und drei Zentren.(APA)