London - Auf seinem Weg zum fünften Triumph in Wimbledon wartet auf Titelverteidiger Roger Federer im Russen Marat Safin der erste Prüfstein. Nach seinem 50. Sieg auf Rasen in Serie, einem mühelosen 6:2,7:5,6:1 gegen den Argentinier Juan-Martin del Potro am Donnerstag, baut sich in der 3. Runde eine ehemalige Nummer eins des Herren-Tennis auf. "Es war schneller zu Ende, als ich geglaubt habe", meinte der Schweizer nach dem siegreichen Zehn-Minuten-Auftritt in der am Vortag wegen Regenschauer abgebrochenen Partie.

Gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Safin, der Aisam-Ul-Hag Qureshi, den ersten Pakistani im Hauptbewerb seit 31 Jahren, mit 6:4,6:2,7:6 (4) aus dem Bewerb geworfen hatte, erwartet sich Federer "ein hartes Match". "Er ist ein Spieler, der an einem guten Tag alle schlagen kann. Hoffentlich erwischt nicht gerade gegen mich einen solchen Tag", meinte der 25-Jährige, der in Wimbledon bereits in den vergangenen vier Jahren erfolgreich geblieben war. Die Bilanz spricht jedenfalls klar für den Weltranglisten-Ersten, der von neun Duellen sieben gewonnen hat.

Der Traum vom Wimbledon-Sieg beendet war am Donnerstag für den englischen Lokalmatadoren Tim Henman. Der Publikumsliebling verabschiedete sich nach einer 6:7 (3),6:7 (5),6:3,6:2,1:6 gegen den Spanier Feliciano Lopez von seinen Fans. Nach dem Aus des 32-Jährigen ist England in den Einzel-Bewerben der Herren und Damen nicht mehr vertreten.

Bei den Damen qualifizierte sich die dreifache Wimbledon-Siegerin Venus Williams nach einem 6:2,6:2 gegen die Tschechin Hana Sromova ebenfalls mühelos für die 3. Runde. Bei einem weiteren Erfolg der US-Amerikanerin, die zuletzt 2005 den Titel holte, würde es im Achtelfinale aller Voraussicht nach zu einem Showdown mit der Siegerin von 2004, der Russin Maria Scharapowa, kommen.

Auch French-Open-Finalistin Ana Ivanovic zeigte sich beim Traditionsturnier nahe London weiter in Form und verabschiedete Meilen Tu (USA) mit einem 6:4,6:3-Sieg aus dem Bewerb. (APA/Reuters)