Wien - Mit dem Motto "Vermögensverwaltung in Perfektion" (VIP) hat die Raiffeisen Capital Management (RCM) vor einem Jahr den Bereich Vermögensverwaltung neu strukturiert. Die neue Schiene habe sich ausgezahlt, sagt RCM-Geschäftsführer Andreas Zakostelsky, der im Konzern für die Vermögensverwaltung verantwortlich ist. Die Vermögensverwaltungsbank verwaltet mittlerweile rund 1,65 Milliarden Euro, 368 Millionen davon entfallen auf die im vergangenen Jahr lancierte Produktschiene.

Das Motto dahinter: eine individuelle Betreuung der Kunden. "Immer weniger Kunden wollen vorgefertigte Lösungen für ihr Portfolio", sagt Zakostelsky.

Damit das neue Konzept auch von den Raiffeisen-Banken in den Bundesländern angenommen und angeboten wird, war die RCM im vergangenen Jahr immer wieder auf "Roadshow", um Vorort die drei Produkte "VIP-classic", "VIP-individual" und "Raiffeisen VIP-plus" vorzustellen.

Verschiedene Risikoklassen

Dabei handelt es sich um Veranlagungsstrategien, die verschiedene Risikoklassen berücksichtigen. Anleger, die von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, müssen jedoch mindestens 75.000 Euro veranlagen. Vor allem im Paket "individual" soll auf Kundenwünsche besonders Rücksicht genommen werden. Die Mindestsumme, die in dieser Kategorie veranlagt werden soll, beträgt 500.000 Euro.

Damit die Kunden in den Filialen dementsprechend betreut und beraten werden können, "haben einzelne Filialen umgebaut und eigene Beratungsbereiche eingerichtet", erklärt Zakostelsky. Vor allem in Vorarlberg werde die Vermögensverwaltung gut angenommen. Zakostelsky: "Man merkt in diesem Bundesland die Nähe zur Schweiz und zu Liechtenstein, wo Vermögenverwaltung schon sehr lange ein Thema ist."

Verwaltetes Vermögen

Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) der Raiffeisen Vermögensverwaltung wurde in den vergangenen drei Jahren um rund 90 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro gesteigert. In den kommenden Jahren will die RCM die verwalteten Assets auf drei Milliarden Euro steigern, bis 2015 sollen sechs Milliarden Euro verwaltet werden.

Um für Anleger ein breites Spektrum an Fonds anbieten zu können, arbeitet RCM seit 2003 mit dem Beratungshaus Watson Wyatt zusammen. Der Investmentconsulter analysiert weltweit Fondsmanager auf globaler Basis mit entsprechender Vor-Ort-Präsenz. Die selektierten Fonds, die in das jeweilige Musterportfolio passen, werden in die Pipeline von RCM aufgenommen nd nach jeweiligem Bedarf eingesetzt. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.7.2007)