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Foto: AP/Daniel Ochoa de Olza
Brüssel/Madrid - Der italienische Energieriese Enel und der spanische Mischkonzern Acciona dürfen den führenden spanischen Stromversorger Endesa übernehmen. Der freie Wettbewerb in Europa werde mit dem milliardenschweren Geschäft nicht behindert, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Nach einem harten Bieterkampf hatten sich die beiden Übernehmer und der deutsche Energiekonzern E.ON vor drei Monaten darauf verständigt, dass dieser von Enel und Endesa bestimmte Geschäfts-Einheiten kauft.

Konkurrenz

In Spanien werde der Versorger Viesgo, der zu E.ON kommen solle, den Ausfall von Acciona als Endesa-Wettbewerber ausgleichen, berichtete die Kommission. Es gebe zudem eine ausreichende Zahl von Rivalen wie Iberdola, Union Fenosa oder Gas Natural.

E.ON hatte sich Anfang April mit Enel und Acciona auf die teilweise Aufteilung von Endesa verständigt. Demnach erhält der Düsseldorfer Konzern ein Beteiligungspaket mit Endesa-Aktivitäten in Spanien, Frankreich und Italien in einer Größenordnung von zehn Mrd. Euro. E.ON hatte zuletzt gut 42 Mrd. Euro für Endesa geboten.

Der spanische Regulierer CNE hatte das Geschäft bereits am Mittwoch unter Auflagen gebilligt. So muss Endesa als eigenständiger Konzern mit Sitz in Spanien erhalten bleiben. Das letzte Wort in Spanien hat allerdings noch die Regierung. (APA/dpa)