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Ferien, Strandpartys, Shopping: Urlauben kostet mitunter viel Geld. Auf Prepaid-Karten können Eltern ihren Sprösslingen das Urlaubsbudget von der Heimat aus "nachladen".

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Wien - Im Sommer steht auch für viele Jugendliche das Thema Reisen an oberster Stelle. Zum einen drängen die zahlreichen Maturaabsolventen an die Badestrände dieser Welt, um den Schulabschluss gebührend zu feiern. Aber auch die Noch-Nicht-Maturanten zieht es im Sommer - etwa für Sprachferien - hinaus in die weite Welt.

Bei all der Ferienlaune sollte aber nicht darauf vergessen werden, auf das Taschengeld aufzupassen, weil auch an den schönsten Plätzen dieser Welt Langfinger lauern.

Damit im Falle eines Diebstahls nicht alles Geld auf einmal weg ist, empfehlen Experten, mit möglichst wenig Bargeld zu reisen.

Da das Umwechseln von Devisen im Inland aufgrund der Mindestspesen oft teurer ist als vor Ort, sollten die Wechselkurse und -gebühren der heimischen Banken verglichen werden. Reiseexperten empfehlen, nur einen kleinen Betrag in der fremden Währung - etwa für die Taxifahrt oder die erste Erfrischung - mitzunehmen.

Neben Kredit- und Bankomatkarten haben sich in den vergangenen Jahren auch Prepaid-Karten als "elektronisches Taschengeld" - gerade für die Reisezeit - durchgesetzt. Diese Karten können vorab mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen werden und funktionieren wie Bankomatkarten: Geldabheben und elektronisches Bezahlen (an allen Kassen, die Maestro akzeptieren) ist möglich. Geht den Kindern das Urlaubsbudget aus, kann von daheim aus Geld nachgeladen werden. Im Fall des Verlusts der Karte kann diese gesperrt werden.

Karte für Maturanten

Angeboten werden die Prepaid-Karten derzeit von Europay/Mastercard und Visa. Mit der X-Card ist für die Maturanten in Kooperation mit dem Party- und Maturareiseveranstalter DocLX seit heuer eine eigene Karte erhältlich, die neben der Zahlfunktion auch als Clubausweis für die Maturareise gilt. 700 X-Cards wurden bereits ausgegeben.

Seit dem Start der Prepaid-Karten im Juni 2004 hat Europay mehr als 300.000 Karten ausgegeben. Viele auch an Unternehmen, die etwa Reisebudgets oder Vergütungen mit so einer Karte auszahlen.

Die Arbeiterkammer rät allerdings, auch bei dem elektronischen Taschengeld auf die Spesen zu achten. Denn schon beim Aufladen fallen - je nach Karte - Spesen von bis zu 1,5 Prozent (Visa) an. Bei Europay/Mastercard beträgt die Aufladesumme mindestens 100, maximal 2500 Euro. Bei Visa ist die Erstaufladung mindestens 100 Euro, weitere Aufladebeträge können vereinbart werden. Außerdem können Spesen beim Einkauf und bei der Bargeldbehebung in Euro- und Nicht-Euro-Ländern anfallen.

Der Vorteil von Prepaid-Karten speziell für Eltern besteht darin, dass das Urlaubsbudget bereits im Vorhinein festgelegt ist, andererseits "parkt" das Guthaben unverzinst. (Bettina Pfluger, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 16.7.2007)