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Für berechtigten Aufruhr in der westlichen Welt sorgt nun eine neues Computerspiel namens "Special Operation 85: Hostage Rescue".

Kampf für die andere Seite

Anders als in Videospielen der westlichen Welt kämpfen Sie in dem Shooter für gesellschaftliche Werte und politische Ziele der Iranischen Regierung. Nach Angaben der Medien gab Ayatolla Al Khamenei den Anstoß für das Spiel, damit könne man seiner Meinung nach die Jugend in die richtige Richtung leiten. Auch der Generalsekretär der islamischen Studentenvereinigung meldete sich zu Wort und sagte, dass sich Computerspiele als besonders wirksames Mittel herausgestellt haben um "ideologische Werte wie Opferbereitschaft und Märtyrertum zu vermitteln und sich gleichzeitig auf das Nuklearthema zu konzentrieren". Das Spiel wurde folglich speziell für Jugendliche und Kinder entwickelt. Des Weiteren solle der Einfluss des Westens auf die jungen Leute gebrochen werden. "Mit der Befreiung von iranischen Geiseln werben wir für Selbstlosigkeit, Hingabe und Verteidigung unseres Landes.", führte er weiter aus.

Konflikt um Atomprogramm als Grundlage

Inhaltlich unterscheidet sich "Special Operation 85", abgesehen von dem Kampf für die andere Seite, nicht wirklich von PC-Titeln des Shooter-Genres. Als Kommandeur einer iranischen Spezialeinheit muss man anfangs einen israelischen Spion überführen, anschließend soll einer der wichtigsten Atomwissenschafter des Irans befreit werden. Der Atom-Experte wurde von US-Kräften, zusammen mit seiner Frau, in der irakischen Stadt Kerbala gefangen genommen. Mit Kommandeur Bahman Nasseri wird in das Gefängnis eingedrungen wo man vier weitere Iraner findet, die nach dem Bürgerkrieg im Libanon 1982 spurlos verschwunden waren.

Überraschend kommt die Antwort des Irans nicht, immerhin machen es die US-Amerikaner auch nicht anders. Unter anderem wurde von der Firma Kuma Reality vor zwei Jahren ein Spiel namens U.S. Attacks Iran" bzw. Assault on Iran veröffentlicht. Auch hier dreht sich alles um das Atomwaffenprogramm der Iraner, nur wird darin für die "Guten" gekämpft. (red)