Bild: Kongress-Einladung/Alexandra Mitzner
Schwarze Frauen stellen eine ethnische Minderheit dar, die im Alltag immer wieder mit mehrfacher Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung konfrontiert wird. Vom Verein AFRA – International Center for Black Women Perspectives – initiiert, findet unter der Schirmherrschaft von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erstmals in Wien der EU-weite Kongress schwarzer Frauen statt.

Informationsaustausch

Der Kongress stellt einen Beitrag zum "Europäischen Jahr für Chancengleichheit für Alle" dar und dient vor allem als Diskussions- und Austauschforum zur Situation schwarzer europäischer Frauen. Der erste schwarze Europäischer Frauenkongress möchte auch den Informationsaustausch schwarzer Frauen europäischer Länder in verschiedenen Fachgebieten ermöglichen. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Themen wie Identität und (Self-) Empowerment, die Situation schwarzer Kinder und Jugendlicher, Qualifikation und der Zutritt zum Arbeitsmarkt, psychosoziale Gesundheit sowie Formen politischer Partizipation. Bei diesem zweitägigen Kongress haben Frauen die Möglichkeit, sich durch Impulsreferate, Workshops und Diskussionsrunden zu spezifischen EU Themen mit Bezug auf das "Europäische Jahr für Chancengleichheit für Alle" aus der Sicht schwarzer Frauen zu informieren bzw. zu diskutieren.

Ziele

Der Kongress bietet ein Forum zum gegenseitigen Kennenlernen sowie die Möglichkeit, Informationen und Erfahrungen zur Situation schwarzer Frauen und Kinder in der EU auszutauschen. Er soll die Auseinandersetzung mit ausgewählten Themen aus der Sicht schwarzer Frauen ermöglichen – mit dem Ziel, Zukunftsstrategien und Empfehlungen an EU Migration policy-makers zu erarbeiten, welche letztlich die Lebenssituation schwarzer Frauen und Kinder gemeinsam verbessern.

Regionale Netzwerke, Allianzenbildung und Kooperationen sollen gefördert werden – mit dem Ziel, die Kräfte der über ganz Europa verstreuten Community zu bündeln. Lokale Vereinigungen, Aktivistinnen und Initiativen kommen zusammen, um das Leben und die Relevanz von schwarzen Menschen, insbesonders von schwarzen Frauen, in einem gesamteuropäischen Netzwerk neu zu positionieren.

Gleichheitsgrundsatz im Alltag verankern

AFRA ist bestrebt, mit der Ausrichtung des Kongresses dem Gleichheitsgrundsatz im Alltag künftig mehr Gewicht zu verleihen. Die Zielgruppe des Kongresses sind schwarze Frauen aus ganz Europa, die aktiv in den Bereichen Migration und Menschenrechte tätig sind, sowie schwarze Frauen mit Interesse einer gemeinsamen Lobby auf europäischer Ebene. Teilnehmen können Mitglieder einer Organisation, die mit schwarzen Frauen und Jugendlichen in einem der 27 EU-Länder arbeiten sowie schwarze Frauen-Aktivistinnen, Künstlerinnen, Autorinnen etc. Die Teilnahme an der Konferenz ist gratis. (red)