Die Wunschliste der BMHS-LehrerInnen sind lang, ob sie erfüllt werden liegt beim Unterrichtsministerium.

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Mehr Zeit, mehr Raum, mehr Geld – das wünschen sich Österreichs LehrerInnen der berufsbildenden höheren und mittleren Schulen in einer Umfrage der Gewerkschaft. Mit den Plänen der Regierung, die Oberstufe zu modularisieren, sind sie nicht einverstanden. Für die Wünsche der LehrerInnen fehlt allerdings das Geld.

Gegen gemeinsame Lehrpläne

Eine allgemein bildende und eine berufsbildende Unterstufe anzubieten, lehnen 80 Prozent ab. Die Frage spielt auf die Gesamtschulpläne in Kärnten an, erklärt der Gewerkschaftsvorsitzende Jürgen Rainer im Gespräch mit derStandard.at: "Dort soll die Unterstufe sowohl aus Gymnasiums- und Hauptschulklassen bestehen. Dieses Modell kommt für die BMHS-Lehrer nicht in Frage."

Auch die gemeinsame Oberstufe findet bei den Befragten keinen Anklang: 68 Prozent sind gegen einen gemeinsamen Lehrplan von AHS und BHS. "Dadurch würden ja die berufsbildenden Schulen aufgelöst werden", befürchtet Rainer. Eine Modularisierung der Oberstufe durch die Einführung eines Kurssystems ab der dritten Klasse ist für 72 Prozent jedoch vorstellbar.

Hauptschulen stärken

Für verstärkte Kooperationen mit den Hauptschulen stimmten 86 Prozent. Diese könnten laut Rainer die Positionen der Hauptschulen im städtischen Bereich stärken. Die Hälfte der Befragten gibt an, schon jetzt in engen Kontakt zu den Hauptschulen zu stehen.

Wunschzettel

Neben den Fragestellungen der Gewerkschaft hatten die Befragten die Möglichkeit, ihre Wünsche zu äußern, "wenn die budgetären Mittel zur Verfügung stünden". Ganz oben auf der Wunschliste steht die Senkung der KlassenschülerInnenzahlen auf 25, ausreichende Ressourcen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund und mehr Arbeitsplätze für die LehrerInnen selbst. Auch SozialarbeiterInnen und PsychologInnen sowie Mittel zur Qualitätssicherung sind gefragt. Die Wunschliste hat BMHS-LehrerInnenvertreter Rainer übrigens an das Unterrichtsministerium geschickt, allerdings erfolglos: "Man hat unsere Anliegen zur Kenntnis genommen – mit dem Verweis, dass es dafür keine finanziellen Mittel gebe." (lis/derStandard.at)