Foto: Rockstar Games
Der Spiele-Entwickler Rockstar Games und das US-Spielemagazin GamesIndustry.biz sorgen derzeit für eine spannende Diskussion rund um das Thema Gewaltspiele und "Manhunt 2".

"Manhunt 2 hat eine Grenze überschritten"

Die Diskussion zwischen Entwickler und Medium startete nach einem Artikel mit dem Titel "Sick Filth?"; darin äußerte sich der Autor zum Verbot des Titels in einigen europäischen Ländern. Der Autor Rob Fahey zeigt darin durchaus Verständnis für das Verbot - auch wenn es grundsätzlich kein Freund der Zensur ist - und meinte, dass Rockstar nun endlich mal beginnen sollte, sich an Grenzen zu halten und nicht andauernd selbige überschreiten zu wollen.

Die Antwort

Nun wurde Rockstars Antwort auf den Artikel veröffentlicht. Darin zeigt sich der Publisher wenig erfreut über den Inhalt des Artikels und kann/will den Argumenten nicht folgen. "Wir sehen das Verbot von Manhunt 2 als einen Weg um die ganze Industrie vor unhaltbaren Attacken zu schützen. In Warheit ist das Verbot ein Triumph für die schärfsten Kritik der Spiele-Industrie und kein Akt der Diplomatie. Mit anderen Worten bedeutet es, dass die SpielerInnen, die in anderen Medien die Grenze zwischen Realität und Fiktion ziehen können, es ausgerechnet bei Spielen nicht tun können. Ja, wir haben als Industrie Verantwortung zu tragen, aber als kreative Industrie, nicht als pharmazeutische oder Waffen-Industrie. Die Kreativindustrie sah sich immer schon harsher Kritik ausgesetzt und wir wissen, dass sich gerade in der Filmindustrie reaktionäre Antworten als Schuss nach hinten erwiesen haben. Wir glauben an ein gut-geführtes Rating-System. Aber mit dem besten Rating-System der Geschichte im Rücken, verstehen wir nicht wieso Spiele, die für Menschen über 18 Jahren oder älter gedacht sind, verboten werden."(red)