Der Medientycoon Rupert Murdoch drohte kurz vor Ende der offiziellen Entscheidungsfrist am Montagabend, bei zu geringer Unterstützung durch die Eigentümerfamilien der Dow Jones-Gesellschaft sein Übernahmeangebot zurückziehen. Wenn die Unterstützung für den Kauf innerhalb der Eigentümerfamilie Bancroft nicht noch wachse, dann sei der Kauf von Dow Jones "höchst unwahrscheinlich", erklärte ein Sprecher von Murdochs News Corporation. Das zum Dow Jones Konzern gehörende "Wall Street Journal" berichtete am Montag, die Zustimmung innerhalb des weit verzweigten Bancroft-Clans, der 64 Prozent der Stimmrechte des Unternehmens kontrolliert, liege bei nur rund 28 Prozent. Die Entscheidung sollte noch am Montagabend in New York fallen, kam aber nicht zustande. Dienstag meldete das "Journal" 29 Prozent Zustimmung. Und Verhandlungen, ob die News Corp den Bancrofts nicht Beraterhonorare in Höhe von bis zu 30 Millionen Dollar ersetzt, wenn sich eine der beiden großen und noch ablehnenden Gruppen (Denver Trusts und Christopher Bancroft) zum Verkauf entschließen. (fid, APA)