Screenshot: derstandard.at
Besonders vorsichtig geben sich nun die Entwickler von KisMAC , einem WLAN-Scanner für das Mac OS X. Nach eigenen Angaben würde das entwickelte Programm, gemäß Paragraf 202c StGB, unter die Rubrik "verbotenes Hackertool" fallen.

"Verkauf, Überlassung, Verbreitung, Herstellung, Beschaffung, oder Zugänglichmachung von Passwörtern oder sonstigen Sicherheitscode ist strafbar"

Die Entwicklung beziehungsweise der Einsatz und Besitz des Tools könnte mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden, so die Entwickler. Neben KisMAC versucht man unter anderem auch WEP-Keys zu knacken. Nun hat man sich dazu entschieden den Quellcode an Kollegen in den Niederlanden weiterzugeben. Dies wird allerdings nicht viel bringen, denn bis Ende 2007 werden auch die restlichen Mitgliedstaaten den Rahmenentwurf über Angriffe und Informationssysteme geltend gemacht haben. Unklar ist allerdings ob diese auch das Verbot von Hackertools im Auge haben.

Bereits Ende Juli hat der Bundesrat diese Novelle gebilligt um Computerkriminalität weiter zu bekämpfen. Bei dem Entschluss standen die Verantwortlichen allerdings unter heftiger Kritik.

Zwar ist das Gesetz bislang noch nicht in Kraft getreten, trotzdem sind ähnliche Maßnahmen weiterer Projekte zu erwarten. (red)