Preßburg - Der mehrheitlich staatliche slowakische Gasversorger SPP wird seinen Eigentümern heuer eine Sonderdividende in Höhe von 16 Mrd. Kronen (478 Mio. Euro) zahlen. Das berichtete die Wirtschaftszeitung "Hospodarske noviny" (HN). Der Staat, der 51 Prozent der SPP-Anteile hält, wird demnach etwas mehr als acht Mrd. Kronen erhalten, den Rest teilen sich E.ON Ruhrgas und Gaz de France.

Die Sonderdividende wird gezahlt, weil SPP einen außerordentlichen Gewinn durch die Anpassung des Buchwerts des Unternehmens auf den Marktwert erzielt hat. Die Regierung will das Geld vor allem für die Bezahlung von Kreditzinsen verwenden.

SPP (Slovensky plynarensky priemysel) hat 2006 einen Nettogewinn von 24 Mrd. Kronen erwirtschaftet, der zur Gänze ausgeschüttet wird. Darüber hinaus lukriert der Staat von SPP Steuereinnahmen in Höhe von fünf Mrd. Kronen. (APA)