Wien - Der börsenotierte Glücksspielanbieter bwin hat sich den Rückkauf eigener Aktien von den Aktionären absegnen lassen. Der Vorstand kann sich innerhalb der nächsten 18 Monate bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zurückkaufen, beschlossen die Aktionäre bei der jüngsten Hauptversammlung. Die Hauptversammlung genehmigte den Rückkauf innerhalb eines Preisbandes von 1 bis 150 Euro, teilte bwin im "Amtsblatt zur Wiener Zeitung" heute, Dienstag, mit.

Derzeit sei ein Rückkauf freilich kein Thema, weil das aus der Gewinnrücklage finanziert werden müsse, hieß es aus dem Unternehmen. Mit einem Rückkauf eigener Aktien kann ein Unternehmen den Kurs positiv beeinflussen. Zudem könnten die Aktien als "Akquisitionswährung" bei der Übernahme eines anderen Unternehmens verwendet werden.

Der Vorstand ließ sich auch dazu ermächtigen, eigene Aktien einzuziehen oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich 21. Mai 2012 eine andere Art der Veräußerung der eigenen Aktien als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu beschließen. Der Vorstand könne diese Ermächtigungen ein- oder mehrmals ganz oder in Teilen ausüben.

Durch das - aus dem bedingten bwin-Kapital bediente - laufende Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (ESOP) hat sich die Zahl der stimmberechtigten Inhaberaktien innerhalb des Monats Juli von 32,618 auf 32,675 Mio. Stück erhöht, teilte das Unternehmen weiters mit. (APA)