Peter Rigaud
Schauspielerin Maxi Blaha bekommt seit ihrer Kindheit zum Geburtstag einen Puddinggugelhupf.

"Schon als Kind hasste ich Torten jeder Art, was meine Mutter zu meinem Geburtstag immer vor eine gewisse Herausforderung stellte. Sie hatte irgendwann die brillante Idee, zehn Packerln Pistazienpudding in eine Gugelhupfform zu gießen. Das Ganze musste über viele Stunden hinweg abkühlen, bis die Masse vollkommen gestockt war. Doch dann konnte man sogar eine Kerze reinstecken. Somit konnte mir meine Mutter trotz meiner Abneigung gegen Torte eine Art Geburtstagskuchen schenken. Die Tradition führten wir lange Zeit fort. Noch zu meinem Vierziger habe ich so einen Puddinggugelhupf bekommen. Leider hat die Firma Haas das Produkt irgendwann eingestellt. Ich habe Kontakt zum Unternehmen aufgenommen und netterweise Restbestände bekommen.

Ein Löffel mit grüner Pistaziencreme vor einem weißen Hintergrund
Blaha liebt die geleeartige Konsistenz von Pistazienpudding.
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Berufsbedingt reise ich sehr viel und gehe im Ausland gerne in Supermärkte. Wenn ich dort Pistazienpudding finde, kaufe ich ihn sofort. Ich liebe den Geschmack und die geleeartige Konsistenz. Auch Süßspeisen mit fettiger Creme, die meine Oma immer als ,geilig‘ bezeichnet hatte, finde ich ganz köstlich – vor allem ein Gericht, das meine Großmutter immer zubereitet hat. Es handelt sich um sogenannte Schneenockerln, ein Rezept aus den 1910er-Jahren. Dafür schlägt man Eischnee, formt ihn zu Nockerln und lässt diese in heißer Milch kurz stocken. Die übrige Milch wird gemeinsam mit dem Eidotter und Vanille zu einer Creme verarbeitet, die über die Nockerln gegossen wird. Köstlich!"

(Aufgezeichnet von Michael Steingruber, 18.7.2023)