Anwohner begutachten Schäden an einem Haus im Süden von Khartum.
APA / AFP

Khartum – Nach heftigen Kämpfen ist im Sudan eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. Rund eine Stunde nach Beginn berichteten Einwohner der Hauptstadt Khartum Sonntag früh, die Lage sei "ruhig". Die USA und Saudi-Arabien hatten am Samstagabend die Vereinbarung über die neue Feuerpause verkündet, die auf 72 Stunden befristet ist. Die Regierungsarmee und die gegen sie kämpfende Miliz RSF hatten anschließend verkündet, sie würden die Waffen schweigen lassen.

Gefechte seit Mitte April

Seit Mitte April wird der Sudan von Gefechten zwischen der Armee von Militärmachthaber Abdel Fattah al-Burhan und der paramilitärischen RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Dagalo erschüttert. Mehr als 2.000 Menschen wurden seither getötet, mehr als 2,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 25 Millionen Menschen wegen der Kämpfe schutz- und hilfsbedürftig - mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

In den vergangenen Wochen waren wiederholt Waffenruhen vereinbart worden, die aber immer wieder gebrochen wurden. (APA, 18.6.2023)