Formel 1 Feld beim Start
Die Saison 2024 geht von März bis November.
IMAGO/Jakub Porzycki

Drei Samstags-Rennen, viele Verschiebungen für mehr "Nachhaltigkeit" - und der nächste Rekordversuch: Die Formel 1 hat ihren Kalender für das Jahr 2024 vorgestellt, sie will es mal wieder größer haben. 24 Rennen sollen von Anfang März bis Anfang Dezember stattfinden, das gab es noch nie. Und irgendwie soll diese Welt-Tournee dennoch umweltfreundlicher sein als zuletzt.

"Die Formel 1 hat ihre Absicht deutlich gemacht, den Kalender stärker zu regionalisieren, den logistischen Aufwand zu reduzieren und die Saison nachhaltiger zu gestalten", teilte die Rennserie am Mittwoch mit.

In der Tat haben sich einige traditionelle Termine verändert. So wandert das Rennen im japanischen Suzuka (7. April) aus dem Herbst in den April und findet vor dem Großen Preis von China (21. April) statt, der erstmals seit der Corona-Pandemie wieder ausgetragen werden soll. Der Große Preis von Österreich in Spielberg wird als elftes Rennen am 30. Juni ausgetragen. Die Saison endet am 8. Dezember in Abu Dhabi.

Die weite Reise nach Aserbaidschan (15. September) liegt künftig auf dem Weg nach Singapur (22. September), Katar (1. Dezember) bildet zudem einen Double-Header mit dem Saisonfinale in Abu-Dhabi (8. Dezember). Das alles soll "für einen besseren Ablauf der Rennen in bestimmten Regionen" sorgen, "und diese Arbeit wird fortgesetzt".

Miami und Montreal

Einige der besonders irrsinnigen Sprünge über den Globus sind damit in der Tat gestrichen, andere bleiben allerdings noch. Miami (5. Mai) liegt zwischen dem asiatischen und dem europäischen Block. Und letzterer wird unterbrochen für eine Reise über den Atlantik nach Kanada (9. Juni). Aufgrund "klimatischer und vertraglicher Rahmenbedingungen", schreibt die Formel 1, "wird es immer wieder zu Reisen kommen, die nicht vollständig regionalisierbar sind."

Sehr lukrative Verträge hat die Rennserie weiterhin mit den Ländern im Nahen Osten, nicht zufällig finden Saisonstart und Saisonfinale komplett im arabischen Raum statt.

Bahrain (2. März) und Saudi-Arabien (9. März) bilden den Auftakt, Katar (1. Dezember) und Abu Dhabi (8. Dezember) den Abschluss des Jahres. Für eine Besonderheit sorgt vor allem der Start: Um das Rennen in Saudi-Arabien noch vor Beginn des Ramadans durchzuführen, rutscht es auf Samstag, den 9. März. Auch der Auftakt eine Woche zuvor in Bahrain wird daher um 24 Stunden vorverlegt, damit genügend Zeit für Auf- und Abbau sowie Transport bleibt.

Damit finden im kommenden Jahr gleich drei Rennen an einem Samstag statt: Auch für Las Vegas (23. November) wird das, wie schon bei der Premiere in diesem Jahr, gelten.

Klappt alles, hat die Formel 1 ihren Rekord - was dazwischen kommen kann, zeigt allerdings die aktuelle Saison. Auch in der sollten eigentlich 24 Rennen stattfinden, im Winter sorgte dann die in China noch angespannte Corona-Lage für eine frühe Absage des Shanghai-Rennens. Im Frühsommer wurde aufgrund der schweren Regenfälle in Italien auch Imola gestrichen, so waren es wie im Vorjahr "nur" 22 Rennen. (sid, red, 5.7.2023)