Lunz
Seine Ideen sind Teil einer Installation: Klangerforscher Lukas König.
Luzia Puiu

Lunz am See – Das Festival Wellenklaenge lebt auch vom Lunzer Zauberambiente. Am See entspannt das Gemüt, ein Rundumblick überzeugt, dass hier Ruhefindung möglich ist. Wer nebst Natur auch Musik schätzt, wird zudem die Seebühne genießen, eine Wasserplattform, auf der Stilvielfalt herrscht. Alles Idylle? Liest man das Konzept des Leitungsduos Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer, wird klar, dass es heuer nicht allen um Entschleunigung geht. Das Motto lautet ja auch "Wut & Wandel". "Brauchen wir die Wut nicht hin und wieder, um uns überhaupt bemerkbar zu machen? Ist sie in vielen Fällen nicht mehr als angebracht?", heißt es da. Die Antwort ist Ja, denn "sie ist ein Indikator dafür, dass etwas nicht im Lot ist, dass etwas gesagt werden muss, was zu lange nicht gehört wurde".

Eine Licht-Klang-Skulptur

Wie sich das im Programm spiegeln wird, muss sich weisen. Zum freitägigen Beginn gestaltete jedenfalls der Anja Om Plus Chor, während Singer-Songwriterin Oska (am 29. Juli) das Festival finalisiert. Weiters zu hören: das Mathias Eick Quintet und das Lena Jonsson Trio. Auch gibt es wieder Workshops und eine Märchenwanderung. Zudem wird die Deckeninstallation aus Lichtstreifen im Lunzer Gemeindesaal zur Licht-Klang-Skulptur: Studierende der Kunstuniversität Linz erschaffen visuelle Kompositionen, "die auf Klangarrangements und ungewöhnlich prozessierten Oszillationsrhythmen von Lukas König basieren". Weiters dabei: Seba Kayan, DJ und Künstlerin, und Wetter Etc., ein multidisziplinäres Kollektiv aus Wien. Viel Vergnügen! (Ljubisa Tosic,17.7.2023)