Das Teil besteht aus Kohlefaser-Material und hat etwa die Größe eines Kleinwagens. Die Vermutung, dass es sich um ein Raketenteil handelt, ließ sich nun bestätigen.
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Nach Tagen des Rätselns über die Herkunft eines mysteriösen Objekts, das an einen abgelegenen Strand nördlich von Perth gespült worden war, teilte nun die Australische Weltraumagentur (ASA) mit, dass es sich um das Gehäuse eines Feststoffraketentriebwerks handeln dürfte.

"Wir setzen den Prozess der Identifizierung des Raketentyps und seines Ursprungs in Zusammenarbeit mit unseren globalen Partnern fort", schrieb die ASA auf Twitter. Feststoffraketen werden heute in der Luft- und Raumfahrt sowohl für militärische als auch für zivile Zwecke als Starthilfe genutzt. Meist handelt es sich bei den beiden rechts und links der eigentlichen Rakete angebrachten Röhren um Feststoffraketen.

Über den genauen Ursprung des Objekts gibt es noch keine Angaben. Frühere Vermutungen, dass es sich um einen Teil einerPSLV-Rakete aus Indien handelt, wurden nicht bestätigt. Eine Verbindung zur kürzlich gestarteten Rakete des indischen Mondprogramms gibt es nicht.

Keine Gefahr für Menschen

Der Kanister besteht aus leichtem Kohlefasermaterial, ist knapp drei Meter hoch und 2,5 Meter breit. Nach seiner Entdeckung am Sonntag am Strand von Green Head war zunächst völlig unklar, worum es sich handelte. Die Behörden stellten zwar nach einer eingehenden Untersuchung fest, dass keine Gefahr für Menschen bestünde, forderten Anrainer aber trotzdem auf, sich dem Objekt nicht zu nähern. (APA, red, 19.7.2023)