Das Foto zeigt die Folgen von Luftangriffen in Khartum Anfang Mai.
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Khartum – Bei neuen Angriffen im Sudan sind mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Im Bundesstaat Süd-Darfur seien nach vorläufiger Zählung 16 Menschen bei Raketenangriffen auf Wohngebiete gestorben, teilte der örtliche Anwaltsverband mit. Die Raketen seien am Vortag während Gefechten zwischen der Regierungsarmee und der RSF-Miliz in der Regionalhauptstadt Nyala eingeschlagen.

In El Obeid, der Hauptstadt des Bundesstaats Nord-Kordofan, schlugen nach Angaben der Ärztegewerkschaft Geschosse in der Nähe von vier Krankenhäusern ein. Vier Menschen seien getötet und 45 weitere verletzt worden.

In dem nordostafrikanischen Land liefern sich seit Mitte April die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo eine blutigen Machtkampf. Rund 3.000 Todesopfer wurden seither gezählt, die tatsächliche Opferzahl dürfte aber weit größer sein. Der Konflikt hat nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen in die Flucht getrieben. (APA, 23.7.2023)