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Klein- und Mittelbetriebe, die von Konjunkturzyklen unabhängig sind. Das sind jene Unternehmen, die für Paladin Asset Management von Interesse sind.
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Wien – Der deutsche Assetmanager Paladin hat in Österreich die Vertriebszulassung für seine Fonds "Paladin One" und "Paladin Origins" bekommen. Mit seinen Produkten will der Anbieter vor allem Planbarkeit und Stabilität für Anleger schaffen. "Wir versuchen, große makroökonomische Risiken zu vermeiden", sagt Marcel Maschmeyer, Manager der Fonds. Das schließe Sektoren wie Rohstoffe oder Autozulieferer aus.

Ihm gehe es darum, für den Fonds Perlen zu entdecken. Dafür sieht sich Maschmeyer vor allem in Nischen um. Micro-, Small und Mid-Caps sind die Welt, in denen der Fondsmanager Hidden Champions sucht, die sich von der Konjunktur abkoppeln. So wird etwa in das Unternehmen Ion Beam Application (IBA) investiert, das sich mit Protonenbestrahlung auseinandersetzt. Das in Belgien gegründete Unternehmen installierte 2001 seine ersten Protonentherapiegeräte für das Massachusetts General Hospital in Boston und 2009 für das Penn Hospital in Philadelphia. Auf seinem Fachgebiet habe IBA einen Anteil am Weltmarkt von 50 Prozent.

Risiko minimieren

Mit dieser Strategie soll auch das Risiko im Fonds minimiert werden: "Was man nach unten nicht verliert, muss man nach oben nicht aufholen", sagt Maschmeyer. Daher werde auch auf eine gute Diversifikation geachtet. Es komme zwar vor, dass sich im Fonds aus einem Sektor mehrere Unternehmen finden. Dies aber nur, wenn deren Geschäftsfelder unterschiedlich seien und unterschiedliche Kunden bediene.

Das Thema Nachhaltigkeit/ESG darf auch bei Nebenwerten nicht zu kurz kommen. Beide Fonds sind Artikel-acht-Fonds. Die Analyse der Unternehmen sei aber gar nicht leicht, weil die Ratingagenturen das Segment der Klein- und Mittelbetriebe noch nicht so auf dem Radar haben. Paladin hat daher beim Investmentprozess ein eigenes System entwickelt. Prinzipiell gibt es für jedes Unternehmen, in das man investieren möchte, einen Entscheidungsprozess. Innerhalb dieses Prozesses habe das Thema ESG einen hohen Stellenwert.

Bisher waren die Fonds nur in Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Doch das Interesse an Nebenwerten als Beimischung werde immer stärker. Die verstärkten Anfragen haben zur Vertriebserweiterung beigetragen. Neben Österreich sind die Fonds nun auch in Luxemburg zum Vertrieb zugelassen. (bpf, 27.7.2023)