Prinz Harry erzielte vor Gericht Teilerfolg gegen die News Group Newspapers (NGN).
Prinz Harry darf wegen mutmaßlicher Verletzungen der Privatsphäre durch die Boulevard-Zeitungen "News of the World" und "The Sun" vor Gericht gehen.
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London - Prinz Harry hat vor Gericht mit seiner Klage gegen die News Group Newspapers (NGN) von Medienmogul Rupert Murdoch einen Teilerfolg errungen. Richter Timothy Fancourt entschied am Donnerstag, dass der Sohn des britischen Königs Charles und der verstorbenen Prinzessin Diana gegen den Verlag wegen mutmaßlicher Verletzungen der Privatsphäre durch die Boulevard-Zeitungen "News of the World" und "The Sun" vor Gericht gehen darf.

Prozessbeginn für Jänner 2024 geplant

Zwar seien die Vorwürfe, Journalisten hätten Telefone gehackt, verjährt. Die Klage, dass vertrauliche Informationen über Harry erschwindelt wurden, sei aber zuzulassen. Der Beginn des Prozesses ist für Jänner 2024 geplant.

Prinz Harry hat NGN wegen mehrerer mutmaßlicher Fehlverhalten verklagt, die seiner Meinung nach im Namen der "Sun" und der inzwischen eingestellten "News of the World" von Mitte der 1990er-Jahre bis 2016 begangen wurden. NGN hatte während der Anhörungen im April argumentiert, die Klagen sollten zurückgewiesen werden, da sie außerhalb der sechsjährigen Frist für die Erhebung rechtlicher Schritte lägen.

Der Prinz erhebt seit Jahren Vorwürfe gegen die Presse. Er macht sie durch ihr Eindringen in die Privatsphäre für den Tod seiner Mutter Diana verantwortlich. Sie war 1997 bei einem Unfall mit ihrer Limousine ums Leben gekommen. Der Fahrer soll von Paparazzi gejagt worden sein. (APA, Reuters, 27.7.2023)