Teheran – Seestreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden haben ein Marinemanöver rund um strategisch wichtige Inseln im Persischen Golf begonnen. In der Früh seien Schiffe, Drohnen und Flugzeuge zu der Übung aufgebrochen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch. Einheiten der Basij-Milizen wurden im Rahmen der Übung auf die Insel Abu Masa verlegt.

Ein Video der US-Marine zeigt einen Öltanker, der vom Iran im Mai festgesetzt wurde.
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Abu Musa und zwei weitere kleine Inseln im Persischen Golf gelten als strategisch wichtig. Öltanker passieren auf der Handelsroute Gewässer zwischen der Insel und dem iranischen Festland. Die drei Inseln stehen unter iranischer Verwaltung, werden aber auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) beansprucht.

Wichtige Route für Ölexport

Erst vor einer Woche hatte die iranische Luftwaffe nach der Entsendung amerikanischer Kriegsschiffe und Streitkräfte in die Golfregion eine Großübung gestartet. Die USA wollen nach eigenen Angaben die Freiheit der Schifffahrt in der Region sichern. Sie werfen der iranischen Marine vor, den zivilen Schiffverkehr in der Straße von Hormuz und im angrenzenden Golf von Oman zu behindern.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Zwischenfälle mit Öltankern, die der Iran festsetzte. Die Straße von Hormuz, eine etwa 55 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman, gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. (APA, 2.8.2023)