Pilar und Rui in Melides im Alentejo in Portugal, an einem Samstag
Pilar und Rui in Melides im Alentejo in Portugal, an einem Samstag

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Rui: Ich fragte ständig bei ihrer Schwester nach, wie es ihr geht. Aber Pilar hatte damals einen Freund und dann gleich noch einen. Als Pilar wieder Single war, gab mir ihre Schwester Bescheid.

Wie war das erste Date?

Pilar: Wir trafen und am 31. Dezember 2015 in Lissabon. Zuerst wollten wir mittagessen, waren aber so spät dran, dass ein Abendessen daraus wurde. Wir plauderten bis zwei Uhr früh und fuhren danach ins Alentejo. Ich hatte nicht einmal eine Zahnbürste mit, blieb aber vier Tage lang, bis ich nach Brasilien flog, wo ich damals lebte.

Wann habt ihr euch danach wiedergesehen?

Rui: Nach zwei Monaten. Da stieg ich in ein Flugzeug nach Rio de Janeiro, um sie zu sehen.

Was schätzt ihr aneinander?

Rui: Pilar ist ein sehr aufrichtiger Mensch.

Pilar: Er ist auf eine gute Art verrückt. Und er macht viele Dinge möglich.

Was schenkt ihr einander?

Rui: Pilar hat mich zu meinem Vierziger mit einer Party überrascht. Alle meine Freunde waren da, und ich habe nicht damit gerechnet.

Pilar: Er macht die besten Geschenke überhaupt. Ich habe ein Spiel mit schwarzen und pinken Bällen von ihm gebastelt bekommen. Die schwarzen stehen für schlechte Gedanken, die pinken für gute – Ziel ist es, immer mehr pinke zu haben.

Worüber lacht ihr zusammen?

Pilar: Über uns selbst und über unsere Kinder.

Rui: Vier Kinder, da gibt es einiges zu lachen!

Was mögt ihr denn nicht aneinander?

Rui: Sie ist eine totale Fundamentalistin!

Pilar: Er spricht nicht gerne über Probleme. Typisch männlich!

Eure Beziehung in einem Wort?

Pilar: Liebe.

Rui: Respekt.

(Foto: Stefan Joham Protokoll: Sascha Aumüller, 14.9.2023)