Spaniens Teamspieler Rodri, Alvaro Morata, Cesar Azpilicueta und Marco Asensio (v. l.) verlesen eine gemeinsame Erklärung der Mannschaft in der Causa Rubiales.
EPA/Javier Lizon

Spaniens Fußballer haben sich geschlossen hinter die Weltmeisterinnen aus dem eigenen Land gestellt und den umstrittenen Verbandspräsidenten Luis Rubiales nach dessen Zwangskuss nach dem Finale der Frauen-WM kritisiert. In einer von Nationalspieler Alvaro Morata vorgetragenen Erklärung des Teams hieß es: "Wir möchten das inakzeptable Verhalten von Herrn Rubiales anprangern, der der Institution, die er vertritt, nicht gerecht geworden ist."

Der spanische Fußball "sollte eine Quelle des Respekts, der Inspiration, der Inklusion und der Vielfalt sein und in seinem Verhalten auf und neben dem Spielfeld mit gutem Beispiel vorangehen", sagte Morata: "Wir stehen fest auf der Seite der im Sport verankerten Werte."

Das Verhalten des Präsidenten sei "inakzeptabel". Die Männer-Mannschaft solidarisiere sich mit den Spanierinnen: "Wir bedauern, dass ihr Erfolg getrübt wurde."

Bei der Ehrung der Siegerinnen in Sydney hatte Rubiales die Spielerin Jenni Hermoso gegen deren Willen auf den Mund geküsst. In der Folge geriet der Präsident schnell in die Kritik. Er entschuldigte sich notgedrungen öffentlich, lehnte einen Rücktritt aber vehement ab.

Zuletzt hatte Gianni Infantino, Präsident des Weltverbandes FIFA, gesagt, der Kuss "hätte nie passieren dürfen". Die FIFA belegte Rubiales zudem mit einer vorläufigen Sperre für 90 Tage. (sid, red, 5.9.2023)