Burgtheater
Burgtheaterstudio-Leiterin Anja Sczilinski erachtet ein Theater für junge Menschen als dringende Notwendigkeit.
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Am 16. September startet mit der Premiere von Thomas Köcks solastalgia in der Inszenierung von Christina Rast im Kasino am Schwarzenbergplatz die Saison des Burgtheaterstudios. Aus diesem Anlass gab Leiterin Anja Sczilinski am Donnerstag einen Überblick über die sechs Saisonpremieren, davon eine Uraufführung, drei Österreichische Erstaufführungen und eine Deutschsprachige Erstaufführung. Dazu sind neun Inszenierungen für junges Publikum im Repertoire.

"Gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir mehr denn je Theater für junges Publikum", so Sczilinski. Das Burgtheaterstudio schaffe einen Ort der Begegnung, des Austauschs und des Miteinanders. "Wir fördern Gedankenexperimente, Dialog zwischen den Generationen und Diskurs. Unsere junge Generation stellt kritische Fragen, adressiert die fehlerhaften Entscheidungen früherer Generationen, die Klima- und Wirtschaftskrise und soziale Ungerechtigkeit und Diskriminierung." Mitspracherecht und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an künstlerischen Schaffensprozessen stehe diese Saison besonders im Vordergrund."

Auch Klimawandel ist ein Thema

Mit einer Auseinandersetzung mit der drohenden Klimakatastrophe für alle ab 14 Jahren beginnt die Spielzeit: In solastalgia machen sich ein namenloser Ich-Erzähler und ein ehemaliger Förster Gedanken darüber, was der Mensch dem Wald und damit sich selbst antut. Sczilinski selbst bringt am 17. September für alle ab 8 Jahren Liebe Grüße ... oder wohin das Leben fällt des niederländischen Autors Theo Fransz ins Vestibül. Die weiteren Premieren gelten Abgefuckt von Julie Maj Jakobsen, Cornelia Funkes Herr der Diebe, der Uraufführung von Muttertier von Leonie Lorena Wyss sowie Das Licht der Welt von Raphaela Bardutzky.

Über 22.000 Menschen hat das Burgtheaterstudio in der vergangenen Spielzeit erreicht - mit 167 Vorstellungen, mit Laboren, Schulworkshops (mit einer Rekordzahl von 2.649 Teilnehmerinnen und Teilnehmern), fünf Schulprojektwochen mit 14 Klassen, fünf Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen und einer Junge Akademie mit 18 Teilnehmern. Die Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Wien wird 2023/24 mit 16 Kooperationsschulen fortgeführt. (APA, 7.9.2023)