Der diesjährige Leon-Zelman-Preis für Dialog und Verständigung der Stadt Wien geht an Hannah Landsmann, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Vermittlung im Jüdischen Museum Wien. "Die Preisträgerin trägt durch ihre langjährige umfangreiche Vermittlungsarbeit wesentlich dazu bei, ein öffentliches Bewusstsein in Bezug auf die jüdische Kultur herzustellen", heißt es in der Begründung der Jury. Die Preisverleihung erfolgt am 12. September im Wiener Rathaus.

Judaistin und Kulturvermittlerin Hannah Landsmann
Die Judaistin Hannah Landsmann ist seit 2000 am Jüdischen Museum Wien tätig.
Wulz

Landsmann, die seit 2000 am Jüdischen Museum Wien tätig ist, studierte Judaistik und Romanistik an der Universität Wien und legte die Lehramtsprüfung für Deutsch und Geschichte an der Pädagogischen Akademie Wien ab. In ihren zahlreichen Museumsprojekten habe sie "unterschiedliche Bildungsformate geschaffen und vor allem auch im Rahmen der Holocaust-Education in Zusammenarbeit mit Schulen Pionierarbeit geleistet", heißt es von der Jury. Mit ihrer Arbeit trage sie auch wesentlich zum Dialog zwischen dem heutigen Wien und den Überlebenden der NS-Verfolgung bei.

Der mit 5.000 Euro dotierte Leon-Zelman-Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Mit dem Preis werden Personen oder Initiativen ausgezeichnet, die sich im Sinne des österreichisch-polnischen Publizisten Leon Zelman (1928–2007) aktiv für die Erinnerung an die Shoah einsetzen. Zelman war langjähriger Leiter des Jewish Welcome Service Vienna. Diese 1980 gegründete Non-Profit-Organisation verfolgt das Ziel, den Dialog zwischen der Stadt Wien und aus Wien vertriebenen Jüdinnen und Juden und deren Nachkommen zu fördern. (red, 12.9.2023)