ABD0231_20230421 - BOZEN - ITALIEN: Thomas Raffl (EC RB Salzburg) mit dem Pokal während der Meisterfeier nach dem ICE Eishockey Finale zwischen HCB Südtirol Alperia und EC Red Bull Salzburg, am Freitag 21. April 2023 in Bozen. - FOTO: APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Velden - Die heimische Eishockey-Liga will sich in ihrer zweiten vollen Saison als ICE Hockey League international besser positionieren. "Es gilt moderner zu werden. Dafür haben wir ein Konzept aufgesetzt, das wir über die kommende Saison hinweg exekutieren können", sagte Liga-Präsident Jochen Pildner-Steinburg am Dienstag beim Saisonstart-Pressetermin in Velden. Am Freitag beginnt die Jagd auf den EC Red Bull Salzburg. Der Titelverteidiger trifft zum Start (19.30 Uhr) auf den KAC.

Wird das Aufeinandertreffen des achtfachen Champions mit Österreichs Rekordmeister (32 Titel) aus Klagenfurt live im Free-TV auf Puls 24 übertragen, sollen die Fans auch darüber hinaus die Möglichkeit besitzen, die Spieler besser verfolgen zu können. Dazu wurde ein Pay-per-View Streaming aller Partien auf der Plattform live.ice.hockey beschlossen. Es gibt mehrere Angebote: vom bisher angebotenen Einzelspiel über ein Abo zu den Heim- und Auswärtspartien eines Clubs bis hin zu einem Liga-Pass.

Lob auf das Liga-Konstrukt

"Ziel ist es, unsere Liga so zu positionieren, dass sie in Europa noch mehr Aufmerksamkeit bekommt und auch den Ansprüchen der Fans gerecht wird", meinte Pildner-Steinburg. Die Bilanz der abgelaufenen Saison ist positiv: Vor allem die Play-offs mit insgesamt über 170.000 Zuseherinnen und Zusehern und die über sieben Spiele führende Finalserie zwischen Salzburg und Bozen seien Werbung für die Liga gewesen.

Pildner-Steinburg wertete die Internationalität der Liga - neben den acht österreichischen Clubs sind noch Vertreter aus Italien (Bozen, Pustertal, Asiago), Slowenien (Ljubljana) und Ungarn (Fehervar) vertreten - als wertvolles Alleinstellungsmerkmal. "Ein besseres internationales Liga-Konstrukt in unserer Form gibt es in Mitteleuropa nicht", so der Präsident der Graz99ers.

Einigung steht aus

Noch nicht umgesetzt wird das neue Transfersystem. AKES (Ausbildungs-Kosten-Ersatz-System) war im Kooperationsvertrag zwischen Liga und Verband am 22. Juni 2022 beschlossen worden. Nach einem Übergangsjahr ohne Zahlungen war geplant gewesen, ab dieser Saison AKES zu aktivieren. Allerdings gibt es noch Abstimmungsbedarf, der in Arbeitsgruppen abgearbeitet werden soll.

AKES, angelehnt an ähnliche Modelle in der Schweiz und in Deutschland, soll bei Transfers das bisher geltende Ablösesystem und sämtliche andere Entschädigungsleistungen ersetzen. Ein Verein, der einen Spieler ausbildet, bekommt bei einem Clubwechsel nicht eine einmalige Ablöse, sondern Geld, solange der Spieler bei einem anderen Club aktiv ist. Damit sollen Vereine mit guter Nachwuchsarbeit belohnt werden. Vereine mit mehr Legionären sollen in den Topf einzahlen. (APA, red, 12.9.2023)