Der 2022 verstorbene Publizist Wolf Schneider hat mit seiner Stil- und Sprachkritik Generationen von Journalistinnen und Journalisten im deutschen Raum maßgeblich geprägt. Wie der Branchendienst kress.de berichtet, bildet das Regelwerk des Deutschen nun die Grundlage für ein neues Tool. Programmiert wurde es es vom Team der Reporterfabrik rund um den Ex-"Spiegel"-Redakteur Cordt Schnibben in fünfmonatiger Entwicklungsarbeit.

Wolf Schneider
Ein KI-Tool soll nach den Regeln des 2022 gestorbenen journalistischen "Sprachpapsts" Wolf Schneider redigieren.
IMAGO/Essler/SVEN SIMON

Das Tool soll künftig allen zur Verfügung stehen, die Texte verfassen. Es redigiert Nachrichten, Kommentare und Reportagen ebenso wie Bewerbungsschreiben, Reden oder Schulaufsätze. Die Userinnen und User müssen dafür auswählen, nach den Regeln welcher Textgattung redigiert werden soll. Laut dem Bericht befindet sich die Wolf-Schneider-KI derzeit in der Betaphase. Die gemeinnützige Reporterfabrik ermöglicht es Test-Usern, das Tool kostenlos zu testen. (red, 12.9.2023)