Mike Johnson
Mike Johnson gewann eine parteiinterne Abstimmung.
AP/Jose Luis Magana

Washington – Kurz nach dem Scheitern des dritten Kandidaten für die Repräsentantenhausspitze haben die US-Republikaner mit Mike Johnson ihren vierten Kandidaten binnen zwei Wochen nominiert. Der Abgeordnete aus dem US-Bundesstaat Louisiana gewann eine parteiinterne Abstimmung, wie die republikanische Abgeordnete Elise Stefanik am Dienstag (Ortszeit) erklärte. Damit setzte sich Johnson als Kandidat für die Nachfolge des vor drei Wochen abgesetzten Kevin McCarthy durch.

Video: Vierter Kandidat für US-Repräsentantenhausspitze nominiert
AFP

Kurz zuvor hatte der Kandidat Tom Emmer – nur wenige Stunden nach seiner Nominierung – das Handtuch geworfen. Davor war deutlich geworden, dass der Fraktionsgeschäftsführer der Republikaner angesichts von parteiinternen Widerständen kaum Chancen auf das dritthöchste Staatsamt in den USA hatte.

Der zunächst von den Republikanern nominierte Mehrheitsführer Steve Scalise hatte zuvor seine Kandidatur zurückgezogen, nachdem klargeworden war, dass er die notwendige Mehrheit verfehlen würde. Der daraufhin nominierte rechte Hardliner Jim Jordan fiel im Plenum bei drei Anläufen klar durch. Die Fraktion entzog dem Vertrauten von Ex-Präsident Donald Trump daraufhin am vergangenen Freitag die Nominierung.

Repräsentantenhaus seit Wochen gelähmt

Das Repräsentantenhaus ist schon seit drei Wochen gelähmt und kann damit keine Gesetze und keine neuen Militärhilfen für Israel und die Ukraine beschließen. Der bisherige republikanische Speaker McCarthy war am 3. Oktober durch eine Revolte rechter Hardliner in den eigenen Reihen gestürzt worden. Es folgte ein wochenlanges Chaos bei der Suche nach einem Nachfolger. (APA, 25.10.2023)