Herbert Kickl gab eine Pressekonferenz zur "Festung Österreich". Eh klar. Gleichzeitig meinte der FPÖ-Obmann aber auch, an einen der "dramatischen und tragischen Höhepunkte der Strategie der psychologischen Kriegsführung gegen die eigene Bevölkerung" erinnern zu müssen.

Bundesparteiobmann Herbert Kickl (FPÖ)
Wetterte wieder gegen die Corona-Politik: FPÖ-Chef Herbert Kickl.
APA/EVA MANHART

Äh, was war das schnell? Für Kickl und die FPÖ ist ja praktisch die gesamte Tätigkeit des "Systems" (sein Begriff für eine demokratische Regierung) ein einziger Vernichtungsfeldzug gegen die arg- und hilflosen Ösis. Die Erklärung: "Heute vor zwei Jahren hat die Bundesregierung die Ungeimpften in einen Lockdown geschickt. Nur mit dem Ziel, die Ungeimpften wie Aussätzige zu behandeln." Satanisch, nicht wahr?

Ein Blick ins Archiv zeigt, dass der damalige Bundeskanzler Alexander Schallenberg am 14. November 2021 einen Lockdown für die Ungeimpften verkündet hatte, denn: "Die Corona-Situation in Österreich ist ernst, und wie eine ganze Reihe von anderen europäischen Staaten erwischt uns gerade eine vierte Welle in voller Härte (…) Während die Inzidenz bei geimpften Menschen rückläufig ist, steigt sie bei den ungeimpften Menschen weiter exponentiell an."

Daher gab es bei Ungeimpften Ausgangsbeschränkungen, an die sich aber kaum einer gehalten hat und die auch kaum überprüft wurden. Wenn man sich darüber aufregen möchte, dann eher mit der Begründung, dass es eine sinnlose Pseudomaßnahme war. (Hans Rauscher, 15.11.2023)