Thierry Henry schaut in Oberösterreich vorbei.
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Ried im Innkreis - Als krasser Außenseiter geht Österreichs U21-Fußballnationalteam in das letzte EM-Qualifikationsspiel dieses Jahres. Die Auswahl von Teamchef Werner Gregoritsch empfängt am Freitag (18.30 Uhr/live ORF Sport +) in Ried/Innkreis Frankreich. Die Franzosen führen die Qualifikationsgruppe H mit neun Punkten aus drei Spielen und 15:1 Toren vor Slowenien (9/4) und Österreich (4/3) an.

Das ÖFB-Team braucht dringend Erfolge, um die Chance auf die EM-Endrunde 2025 in der Slowakei zu wahren. Gegen die vom ehemaligen Stürmerstar Thierry Henry betreuten Franzosen hängen die Punkte aber hoch. "Das wird natürlich eine sehr große Herausforderung für uns als gesamtes Team. Ein Blick auf den französischen Kader genügt, um zu sehen, welche Qualität sie in jedem Mannschaftsteil haben", erklärte Gregoritsch. Bei den Bleus steht mit Salzburgs Lucas Gourna-Douath auch ein Österreich-Legionär im Aufgebot.

Groß ist daher die Vorfreude bei Teamchef und Spielern. "Als Spieler und auch als Trainer willst du dich immer mit den absolut Besten messen. Im Vereinsfußball will jeder gegen Real Madrid, Manchester City oder die Bayern spielen. Bei den Nationalteams sind es Spiele gegen England, Spanien und eben Frankreich, die sich jeder wünscht", meinte der 65-jährige Steirer. "Einige der französischen Spieler spielen schon bei internationalen Top-Teams. Das wird ein super Gradmesser für jeden Einzelnen und für uns als gesamtes Team. Ich freue mich extrem auf diese Aufgabe", sagte Rapid-Verteidiger Leo Querfeld.

Die Österreicher haben sich mit einer 0:1-Niederlage in Slowenien in eine schwierige Lage manövriert und zudem auch ein Testspiel gegen Norwegen verloren. "Natürlich waren das im Oktober nicht die Ergebnisse, die wir uns alle vorgestellt haben. Uns hat in der Offensive zuletzt ein wenig die Zielstrebigkeit gefehlt, wir müssen bessere Lösungen finden", forderte Gregoritsch.

Österreichs U21 bestreitet am 21. November (18.00 Uhr/live ORF Sport +) ebenfalls in Ried ein abschließendes Testspiel gegen Nordmazedonien. Die EM-Qualifikation wird am 26. März mit dem Heimspiel gegen Zypern fortgesetzt. Für die mit 16 Mannschaften ausgetragene Endrunde im Sommer 2025 qualifizieren sich die Sieger der neun Qualifikationsgruppen und die drei besten Gruppenzweiten. Die restlichen sechs Gruppenzweiten ermitteln in einem Play-off drei weitere EM-Teilnehmer. (APA, 16.11.2023)