Gelber Bob.
Ein Viererbob unterwegs bei der WM in St. Moritz im Frühjahr 2023.
IMAGO/Eibner/Memmler

Wien – Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) hat sich den Veranstaltern der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo als Ausrichter der Bob-, Rodel- und Skeletonwettbewerbe angeboten. "Wir haben festgestellt, dass wir das mit unseren drei Bahnen können, das haben wir übermittelt", bestätigte der BSD-Vorstandsvorsitzende Thomas Schwab dem Sportinformationsdienst.

Von einer offiziellen Bewerbung wollte er aber noch nicht sprechen. "Wir haben die Fragen beantwortet, die Italien an uns gesendet hat", betonte Schwab, "es wäre traurig gewesen, wenn wir kein Interesse hätten. Die größte Kufennation ist ja nicht so weit weg." Allerdings seien noch einige Fragen offen: "Es gibt noch keine Aussagen, was finanziell dahintersteht. Wir wissen ja nicht, ob wir noch etwas drauflegen müssen."

Der BSD würde sich mit den Kunsteisbahnen in Schönau am Königssee, in Altenberg und in Winterberg bewerben. Die Bahn in Königssee ist nach kapitalen Unwetterschäden im Jahr 2021 noch nicht wieder hergestellt. Laut Schwab prüfen die Olympia-Veranstalter aber noch, ob die Rennen nicht doch in Italien ausgetragen werden können. "Auf Wunsch der Regierung wird geprüft, ob die Bahn in Cesana reanimiert werden kann", erklärte Schwab. Dort hatten 2006 die olympischen Bob-, Rodel und Skeletonwettbewerbe stattgefunden.

Am 6. Dezember soll die endgültige Entscheidung fallen, ob die Rennen ins benachbarte Ausland ausgelagert werden. Als Favorit für die Ausrichtung gilt derzeit Innsbruck-Igls in Österreich. Es wäre das erste Mal in der 102-jährigen Geschichte Olympischer Winterspiele, dass Wettkämpfe außerhalb des Gastgeberlandes stattfinden würden. (sid, 29.11.2023)